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Walter Mixa wird nicht an der Vollversammlung teilnehmen.

Fall Mixa: Brisantes Treffen in Augsburg

Augsburg - Vor dem Hintergrund der Vorwürfe gegen Bischof Walter Mixa wird mit Spannung die Vollversammlung des Augsburger Diözesanrates am Freitag erwartet.

Der Ratsvorsitzende Helmut Mangold will in seinem Bericht auch auf die aktuelle Diskussion um Mixa eingehen. Im Vorfeld der Tagung hatte er bereits die vollständige Aufklärung aller Vorwürfe gegen Mixa gefordert. Mixa selbst wird am Freitag nicht an der Versammlung teilnehmen.

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Dem Bischof werden seit Wochen tätliche Übergriffe auf Heimkinder als Stadtpfarrer von Schrobenhausen (1975-1996) und massive finanzielle Unregelmäßigkeiten bei der Verwendung von Stiftungsgeldern vorgeworfen. Mixa hat Ohrfeigen für Kinder eingeräumt, weist brutale Prügelvorwürfe mit Faust und Stock weiter von sich, wie sie in acht eidesstattlichen Erklärungen erhoben werden. Die finanziellen Vorgänge lässt er durch eine Münchner Anwaltskanzlei prüfen.

An diesem Samstag findet dann ein Festakt zum 40-jährigen Bestehen des Diözesanrates statt, bei dem Mixa den Gottesdienst halten und ein Bischofswort sprechen wird. Dafür lässt er sich beim Trauergottesdienst für die in Afghanistan gefallenen Soldaten in Ingolstadt als Militärbischof von Militärgeneralvikar Walter Wakenhut vertreten.

Der Diözesanrat ist der Zusammenschluss von Laien in einer Diözese. Seine Mitglieder kommen aus den Dekanats- und Pfarrgemeinderäten sowie aus katholischen Verbänden und Organisationen. Nach dem Bericht des Vorsitzenden ist am Freitag eine Aussprache zu aktuellen Fragen angesetzt. Dabei könnte es zu deutlicher Kritik an dem Bischof kommen, dessen Rücktritt von mehreren Seiten gefordert wird.

dpa

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