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Die Ermittler sprachen von einem Tatort - Peggy scheint also keines natürlichen Todes gestorben zu sein.

DNA-Abgleich soll neue Erkenntnisse bringen

Fall Peggy: Diese Fragen sind noch ungeklärt

Lichtenberg - 15 Jahre nach dem Verschwinden der Schülerin Peggy bekommt der Fall eine spektakuläre Wende: Ein Pilzsucher findet Knochen, die von der Leiche des Mädchens stammen sollen. Das wirft neue Fragen auf.

Die Nachricht über den Knochenfund in Thüringen, der höchstwahrscheinlich der seit 15 Jahre vermissten Peggy aus Oberfranken zugeordnet wird, bringt den Fall wieder ins Rollen. Die Ermittler könnten schon bald einen entscheidenden Schritt weiter sein. Doch sie müssen noch viele Fragen beantworten.

Wie sicher sind sich die Ermittler, dass es sich um Knochen der neunjährigen Peggy handelt?

Das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bayreuth gehen davon „höchstwahrscheinlich“ aus. „Dies ergaben die ersten rechtsmedizinischen Untersuchungen und Erkenntnisse am Fundort“, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung. Gegenstände seien gefunden worden, die ebenfalls zur neunjährigen Peggy passten. Was genau, das sagen die Ermittler nicht. Für eine definitive Aussage darüber, ob die Knochen Teile von Peggys Leiche sind, wollen sie den DNA-Abgleich am Rechtsmedizinischen Institut der Universität Jena abwarten. Ein Ergebnis soll frühestens am (heutigen) Dienstagnachmittag vorliegen.

Welche Informationen haben die Ermittler zur Todesursache?

Nach offiziellen Angaben noch gar keine. Allerdings sprachen die Ermittler am Montag von einem möglichen „Tatort“ - es scheint also viel gegen einen natürlichen Tod zu sprechen. Auch hier könnten die rechtsmedizinischen Untersuchungen gegebenenfalls weiterhelfen, ob es sich um einen Unfalltod oder zum Beispiel Mord handelt.

Inwiefern könnten die Knochenfunde bei der Suche nach dem mutmaßlichen Täter helfen?

Um Rückschlüsse auf einen möglichen Täter ziehen zu können, seien vor allem andere mögliche Probenträger in der Nähe des Ortes wichtig, wo die Knochen gefunden wurden, sagte der Vize-Direktor des Instituts für forensische Genetik in Münster, Carsten Hohoff. „Möglicherweise lassen sich an Knochen weitere Spuren, Werkzeugspuren, finden, die die Polizei in ihren Ermittlungen weiter verfolgen kann.“

Lässt sich die DNA denn einwandfrei entschlüsseln?

„Die Knochen sind als Hartgewebe ideal geeignet, um auch bei längerer Liegezeit noch ein DNA-Profil feststellen zu lassen“, sagte Hohoff. „Von daher sind sie besser als andere forensische Probenträger - zum Beispiel ein Blutfleck oder ein Haar.“ Sie könnten aber auch durch widrige Umwelteinflüsse so schwer geschädigt sein, dass es schwierig ist, ein DNA-Profil aus diesen Hartgeweben festzustellen.

dpa

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