Verfahren wird wiederaufgenommen

Fall Peggy: Staatsanwalt legt Mandat nieder

Bayreuth - Wende im Fall Peggy: Das Verfahren gegen Ulvi K. soll im Kürze wieder augenommen werden, nun ist der zuständige Staatsanwalt von seinem Mandat zurückgetreten.

Die Staatsanwaltschaft Bayreuth hat den bisher zuständigen Staatsanwalt auf dessen Wunsch von dem Fall "Peggy" entbunden. Offenbar war bei der Vernehmung eines Verdächtigen etwas geschehen, dass im Prozess angreifbar sei: Der Verdächtige hätte während der Vernehmung um einen Verteidiger gebeten, dieser Wunsch war abgelehnt worden. Im Nachhinein habe der damals zuständige Staatsanwalt erkannt, dass diese Entscheidung die Staatsanwaltschaft im Wiederaufnahmeverfahren gegen Ulvi K. angreifbar machen könnte.

Nun werde es nach Informationen des BR zwei neue Staatsanwälte geben, das habe der Leitende Oberstaatsanwalt, Herbert Potzel, bestätigt. Wegen des Umfangs des Falls habe man sich entschieden, zwei Kollegen abzustellen, die unbelastet an das Verfahren herangehen können. In der neuen Hauptverhandlung gegen Ulvi K. werden die Staatsanwälte Sandra Staade und Daniel Götz die Anklage vertreten.

Die neunjährige Peggy K. war im Mai 2001 im oberfränkischen Lichtenfels spurlos verschwunden. Der geistig behinderte Ulvi K. war 2004 als ihr Mörder verurteilt worden. Später widerrief er sein Geständnis, und ein wichtiger Belastungszeuge widerrief seine Aussage. Im Dezember 2013 hatte das Landgericht Bayreuth die Wiederaufnahme des Verfahrens angeordnet. Ulvi K. verbüßt die lebenslange Freiheitsstrafe noch nicht, sondern ist wegen Kindesmissbrauchs in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Das Wiederaufnahmeverfahren soll am Donnerstag, 10. April, beginnen.

mm/dpa

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