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Mit dieser Handschelle war die Wanderin aus München an einen Baum gefesselt worden. Zuvor hatte der Sex-Täter sie vergewaltigt.

Fall Zimmermann: Gibt es eine Spur zum Brauneck-Sextäter?

Egmating/Lenggries - Im Fall der ermordeten Wanderin Luise Zimmermann tappt die Polizei noch völlig im Dunkeln. Auch die brutale Vergewaltigung einer Rentnerin am Brauneck von 2006 ist bislang ungeklärt. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen?

Das Phantom-Bild, mit dem die Polizei nach dem Gewalttäter sucht.

Der Schock in der Region saß im November 2006 tief: Eine 67 Jahre alte Wanderin aus München war am Brauneck (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) brutal vergewaltigt worden. Der Täter war seinem Opfer über mehrere Kilometer gefolgt, unterhielt sich sogar mit der Seniorin,  bevor er sie mit einem Messer bedrohte, überfiel und vergewaltigte. Anschließend ließ der Unbekannte sie auf 1200 Metern Höhe mit einem Isolierband geknebelt in dem unwegsamen Gelände liegen. Mit Handschellen hatte er sie zudem an einen Baum gekettet. Von dort aus fuhr der Mann zur Wohnung der Seniorin in Obergiesing und räumte diese aus. Ein Jäger fand die Verletzte Stunden später - sie war halbnackt.

Lesen Sie dazu:

Fall Zimmermann: Es war Mord

Luise Zimmermann: Ist ihre Sonnenbrille die heiße Spur?

Unbekleidet war auch die Leiche von Luise Zimmermann, die am vergangenen Sonntag im Egmatinger Forst (Landkreis Ebersberg) gefunden wurde. Die 73 Jahre alte Seniorin aus München-Neuperlach hatte zwei Wochen zuvor an einer Wanderung teilgenommen. Seither galt sie als vermisst. Inzwischen haben Obduktionen ergeben, dass Luise Zimmermann Opfer eines Gewaltverbrechens ist. Ob sich der Täter auch sexuell an der Münchnerin vergangen hat, sagt die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht.

Für den aktuellen Fall Zimmermann wurde eine eigene Sonderkommission ("Kaltenbrunn") gegründet. In groß angelegten Suchaktionen durchforsteten Spezialeinheiten das komplette Waldstück. Doch bisher fehlt von persönlichen Gegenständen oder der Kleidung von Luise Zimmermann jede Spur. Nur eine Sonnenbrille wurde bisher gefunden.

Bilder: Der Fall Luise Zimmermann

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Auch für den Fall der vergewaltigten Wanderin hatte die Polizei damals eine "Soko Leitenberg" ins Leben gerufen. Doch trotz Belohnung, Phantombildes, DNA-Tests und einer Sendung bei "Aktenzeichen xy ungelöst" gibt es bislang keine Spur zum Täter. Der soll zum Tatzeitpunkt etwa 40 bis 45 Jahre alt, 1,75 m groß und hager gewesen sein. Er sprach mittelbairisch, hatte kurze dunkle Haare und schmale Lippen. Zum Wandern trug er einen mittelblauen Anorak, blaue Jeans und braune Wanderschuhe. Außerdem hatte er einen Rucksack mit einem DB-Schildchen dabei.

Möglicherweise handelt es sich bei dem Sex-Täter vom Brauneck um den Mörder von Luise Zimmermann. Die Polizei schließt das derzeit nicht aus. Die Sonderkommissionen werden sich treffen und ihre Informationen austauschen.

mm 

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