Bad Aibling

Falscher Lottogewinn macht Freunde zu Feinden

Bad Aibling - Er wollte einem Kumpel einen Teil seines Lottogewinns schenken, doch diesen hat es gar nicht gegeben. Jetzt sind die ehemaligen Freunde Feinde.

Wer solche Freunde hat, der sucht sich lieber Feinde. Ein Koch (46) stand vor dem Aiblinger Amtsgericht, und zwar wegen Betrugs. Er hatte für sich und seine Familie eine luxuriöse Finca auf Mallorca im Reisebüro gebucht – obwohl er, um es elegant auszudrücken, nicht über die dafür erforderlichen Mittel verfügte.

Dass er gebucht hatte, bestritt er vor Gericht nicht, doch Betrug, den habe er nie vorgehabt. „Ich habe mich auf eine große Summe verlassen, die mir ein Freund versprochen hatte.“ Der Spezl wollte ihm einfach mal so 200 000 Euro aus einem Lottogewinn von über einer Dreiviertelmillion abgeben! Dieser bestätigte glatt das geplante Geldgeschenk, doch hatte es den Gewinn leider nie gegeben. Vielmehr wollte er dem Koch richtig eins auswischen. Denn Freunde waren die Familienväter nicht mehr. Etwas war vorgefallen, weswegen sie – nach Ansicht des „Lottogewinners“ – auf ewig zerstritten waren. Nebulöse „zwischenmenschliche Probleme“.

Nach drei Tagen habe er den „Freund“ aus sämtlichen Träumen vom Reichtum gerissen. Dass der deswegen in Schwierigkeiten geraten war, „darüber bin ich nicht völlig böse“. Immerhin: Die Aussage rettete den Ex-Spezl vor Strafe, ein beabsichtigter Betrug war nicht zu beweisen. Freispruch!

Theo Auer

Rubriklistenbild: © dpa

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