Falscher Polizist mit mieser Einbruchsmasche unterwegs

Starnberg/Fürstenfeldbruck - In den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Starnberg ist derzeit ein falscher Polizist mit einer miesen Einbruchsmasche unterwegs. Die echten Ermittler warnen vor dem Mann.

Die Tour des falschen Einbrechers ist immer dieselbe: Zunächst bricht er in eine Wohnung ein. Wenige Tage später taucht er dort in Polizeiuniform wieder auf und gibt, vor in der Sache zu ermitteln. Er erkundigt sich dann nach Verstecken von Weretsachen und sichert angeblich Spuren. 

Bereits in der Nacht von Donnerstag, 22. Juli, auf Freitag, 23. Juli, brach der Unbekannte in Puchheim in die Wohnung einer 86-jährigen Frau ein. Der Täter erbeutete zunächst nur einen geringen, nicht genau bezifferbaren Geldbetrag. Am Dienstag, 3. August erschien bei der Dame eine männliche Person in polizeiähnlicher Uniform und gab sich als Beamter der Polizei Fürstenfeldbruck aus.

Er fragte die Frau nach dem Einbruch und wollte zusätzlich ihre Geldverstecke in Erfahrung bringen. Nachdem die 86-Jährige auf diese Fragen nicht antwortete, verließ der Unbekannte die Wohnung.

Ähnliche Tat im Landkreis Starnberg

Ein Woche nach dem ersten Diebstahl, in der Nacht des 29. Juli, schlug höchstwahrscheinlich der gleiche Täter erneut zu. Er stieg in die Wohnung einer 88-jährigen Frau in Gauting (Landkreis Starnberg) ein. Über einen Kellerraum versuchte in die Wohnung einzudringen was jedoch nicht gelang. Ohne Beute verließ er das Gebäude.

Auch in diesem Fall erschien er am Dienstag den 3. August in polizeiähnlicher Uniform. Er gab an, die Spurenlage des Einbruches nochmals überprüfen zu müssen. Hierzu ließ sich der falsche Polizeibeamte in der gesamten Wohnung herumführen und auch die Geldverstecke zeigen. Anschließend verabschiedete er sich wieder von der Geschädigten.

Bei einer Überprüfung des Sachverhaltes durch die Inspektionen Gröbenzell und Gauting stellte sich heraus, dass es sich bei dem Mann definitiv um einen falschen Polizeibeamten und höchstwahrscheinlich um den Einbrecher in die beiden Wohnungen handeln dürfte.

Der Täter wird wie folgt beschrieben: Ca. 25.30 Jahre alt, ca. 180 cm groß, schlank, bekleidet mit einer polizeiähnlichen Uniform.

Warnhinweis der Polizei:

Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte verwenden fast immer den Trick, es wäre eingebrochen worden und sie müssten in der Wohnung Geld- bzw. Schmuckaufbewahrungsörtlichkeiten sehen. Öffnen Sie keiner fremden Person und vergewissern Sie sich im Zweifelsfall durch einen Rückruf bei einer Polizeidienststelle, ob es sich tatsächlich um einen Polizeibeamten handelt. Eine Uniform oder ein eventuell amtlich aussehender "Polizeiausweis" sind keine sicheren Hinweise, dass ein echter Polizeibeamter Ermittlungen vornehmen will.

mm/tz 

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