Schleierfahnder bei Raubling

Falsches Kennzeichen - 80-Jähriger weiß das nicht

Rosenheim - Den Schreck seines Lebens hat ein 80-jähriger Mercedes-Fahrer bekommen, der am Mittwoch von Schleierfahndern aus dem Verkehr gezogen wurde. Der Grund ist kurios.

Wie die Polizei Rosenheim mitteilt, erleben Schleierfahnder jede Menge Kuriositäten. Der Fahndungstreffer am Mittwoch auf der Autobahn bei Raubling jedoch übertraf alles vorherige.

Die Beamten überprüften rountinemäßig die Kennzeichen. Dabei sprang ihnen ein Mercedes mit Böblinger Kennzeichen ins Auge - ein Fahndungsvolltreffer. Als sie den 80-jährigen Fahrer anhielten und damit konfrontierten, war dieser völlig aufgeregt, weil er in die erste Polizeikontrolle seines Lebens gerauscht war.

Die Geschichte dahinter ist äußerst kurios: Der 80-Jährige hatte sein Auto vor zwei Jahren in Böblingen angemeldet. Dabei kam es zu einem Zahlendreher bei der Kennzeichenprägung, der der Zulassungsstelle damals aber nicht auffiel. Auch bei der TÜV-Prüfung, die vor einigen Monaten stattfand, bemerkte niemand die Ungereimtheit zwischen Zulassungsschein und Kennzeichen.

Im Mai wurde der 80-jährige Böblinger dann geblitzt. Bei der Fotoauswertung traten zum ersten Mal die Unstimmigkeiten auf - denn wegen des Zahlendrehers gab es kein Ergebnis, Kennzeichen und Foto passten nicht zusammen.

Gleichzeitig war aber klar, dass es kein gefälschtes, sondern ein echtes Kennzeichen war. Die Zulassungsstelle veranlasste deswegen eine Fahndungsausschreibung, die in Raubling schließlich erfolgreich endete.

Für den 80-Jährigen endete hingegen seine Reise nach Ungarn abrupt - er durfte nicht weiterfahren, sondern musste sich erst bei der Zulassungsstelle Rosenheim ein Kurzkennzeichen besorgen.

pak

Rubriklistenbild: © picture-alliance/dpa/Symbolbild

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