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Professionelles Vorlesen: Bayerns Sozialministerin Emilia Müller ist selbst zweifache Oma. Geschichten vorlesen ist ihre leichteste Übung. Bei ihrem Besuch in der betriebseigenen Kinderkrippe von Fujitsu konnte sie das beweisen.

Bayernweiter Wettbewerb ausgeschrieben

Familienministerin Emilia Müller besucht betriebseigene Kinderkrippe

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Sozialministerin hat eine Betriebs-Kinderkrippe in München besucht, um von einem weiteren Beispiel berichten zu können, wenn sie gefragt wird, wie familienfreundlich Bayerns Unternehmen sind. Und um sich als professionelle Vorleserin zu beweisen.

Anton merkt sofort, dass er es mit einem Profi zu tun hat. Die Frau, die heute aus seinem Lieblingsbuch vorliest, macht sowas nicht zum ersten Mal. Aber sie ist das erste Mal zu Besuch in der Frösche-Gruppe der Kinderkrippe von Fujitsu Technology Solutions in München. Und es scheint ihr hier zu gefallen, das merkt sogar ein Dreijähriger.

Diese Frau, die heute mit den Kindern Geschichten liest, Nikolaus-Lieder übt und ganz nebenbei in einige Fotoapparate lächelt, ist keine neue Praktikantin, sondern Bayerns Familienministerin Emilia Müller (CSU). Und sie ist nicht nur vorbeigekommen, um Anton und seine Freunde kennenzulernen – sondern um künftig von einem weiteren Beispiel erzählen zu können, wenn sie gefragt wird, wie familienfreundlich Bayerns Unternehmen sind.

Fujitsu ist einigen Firmen ein gutes Stück voraus, wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht. Die Angestellten können ihre Kinder von 8 bis 18 Uhr in einer betriebseigenen Krippe betreuen lassen. Das Angebot gilt für Kinder ab acht Wochen. Sie bekommen in vier Gruppen eine altersgerechte Betreuung.

Bedarf an Betriebskitas nimmt stetig zu

Als Fujitsu sich vor zehn Jahren dazu entschlossen hat, die Krippe aufzubauen, gab es weder den Familienpakt Bayern, noch die Beratungsmöglichkeiten von heute. Nur den Bedarf gab es auch damals schon. Und der wird kontinuierlich größer, berichtet Peg Schäfer, die Geschäftsführerin der Krippe. Fujitsu hat weitere Firmen in der Umgebung angesprochen und aus der Initiative ein Kooperationsprojekt gemacht. „So können wir den Elternbeitrag niedrig und den Betreuungsschlüssel hoch halten“, erklärt Schäfer.

Auf Modelle wie dieses möchte Emilia Müller die Aufmerksamkeit lenken. Deshalb hat sie gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium einen bayernweiten Wettbewerb für familienfreundliche Unternehmen ausgeschrieben. Heute Abend werden die 20 Gewinner ausgezeichnet. Dass Fujitsu keine Ausnahme ist, beweist die Teilnehmerzahl: 188 Unternehmen haben sich für den Preis beworben.

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