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Fasching in Bayern 2016/2017: Die närrische Zeit startet im Februar wieder richtig durch. 

Was in den Faschingsferien los ist

Fasching in Bayern 2016/2017: Alle Informationen und Termine

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München - Was bringt der Fasching 2016/2017 in Bayern? Hier gibt's alle wichtigen Informationen und Termine zur närrischen Zeit.

Fasching 2016/2017: Die wichtigsten Termine

  • Los geht die Faschingssaison 2016/2017 am Freitag, 11. November 2016.
  • Weiberfasching 2017 bzw. Unsinniger Donnerstag bzw. Lumpiger Donnerstag ist am Donnerstag, 23. Februar 2017.
  • Rußiger Freitag 2017 ist am Freitag, 24. Februar 2017.
  • Faschingssamstag 2017 ist am Samstag, 25. Februar 2017.
  • Faschingssonntag 2017 ist am Sonntag, 26. Februar 2017.
  • Rosenmontag 2017 ist am Montag, 27. Februar 2017.
  • Faschingsdienstag 2017 ist am Dienstag, 28. Februar 2017.

Der Fasching 2017 - was ist in Bayern los?

Die Rheinländer feiern Karneval - die Bayern ihren Fasching. Aber nicht nur das Wort unterscheidet Fasching, Karneval und Fastnacht voneinander, sondern auch der Ablauf des närrischen Treibens

Die Hochphase des Faschings beginnt in Bayern mit dem Unsinnigen Donnerstag, dem Weiberfasching bzw. dem Schmotzigen Donnerstag: "Schmotzig" bedeutet in den alemannischen Dialekten "fettig, feiß". Der Donnerstag vor Aschermittwoch war in der Vergangenheit der letzte Schlachttag vor der Fastenzeit: An ihm wurde noch einmal kräftig geschlemmt. Heute veranstalten Narren in den Fastnachtshochburgen in Franken Umzüge und Straßenfastnachten. Kindergartenkinder und Schüler befreien außerdem die Amtsgeschäft. Und der Rathausschlüssel wandert von den Händen des Bürgermeisters in die der Narren. Auch beim Weiberfasching übernehmen die Damen das Ruder und schneiden zum Beispiel den Bürgermeistern die Krawatten ab.

Danach ist Rußiger Freitag: An dem Freitag vor Aschermittwoch beschmieren sich auch heute noch Kinder und Jugendliche mit Ruß oder schwarzer Farbe. Der Brauch aus der schwäbisch-alemannischen Fastnacht geht bis ins Mittelalter zurück. Damals war der rußige Freitag die letzte Möglichkeit vor der 40-tägigen Fastenzeit Schmalzgebäck zu backen. Schließlich kratzten die Menschen nach dem Backen den Ruß aus ihren Öfen und schmierten ihn an die Nasen anderer Leute auf der Straße. Der Rußige Freitag ist auch als bromiger oder schmalziger Freitag bekannt.

Am Schmalzigen Samstag wurden die gebackenen Faschingskrapfen und Schmalznudeln vom Freitag vertilgt. Denn die kulinarischen Sünden waren in der Fastenzeit verboten.

Faschingssonntag: Am Faschingssonntag finden viele Faschingsumzüge in ganz Bayern statt. Einer der größten Gaudiwürmer ist aber erst am Rosenmontag in Würzburg.

Der Montag ist vor allem als Rosenmontag bekannt, aber auch als Blauer Montag: Denn nachdem die Leute am Faschingssonntag kräftig gefeierten hatten, machten einige am Montag blau und gingen nicht zur Arbeit.

Faschingsdienstag oder Kehraus bezeichnen den letzten Tag des Faschings. Beim Kehraus wird der Fasching in Bayern sprichwörtlich hinausgekehrt. Denn die Narren müssen bei öffentlichen Tanzveranstaltungen eine Sperrstunde einhalten, da am nächsten Tag der Fastentag Aschermittwoch ist.

Wann sind die Faschingsferien 2017 in Bayern?

Die Faschingsferien 2017 sind in Bayern von Montag, 27. Februar, bis Freitag, 3. März 2017.

Was steckt hinter der Geschichte des Faschings?

Neben Köln, Mainz und Düsseldorf im Westen der Republik sind die Faschings-Hochburgen in Bayern vor allem in Franken. Aber auch in Schwaben und München sind die Narren 2017 unterwegs - und das schon seit Jahrhunderten.

Denn die Wurzeln des Faschings gehen womöglich bis in die Antike zurück. Damals wollten die Menschen die bösen Geister mit viel Wein, Gesang und Kostümen vertreiben und ihre Götter huldigen. Obwohl nicht sicher ist, ob der Fasching schon damals entstanden sind, hat das Narrentreiben eine Geschichte: Denn vor der sechswöchigen Fastenzeit ab Aschermittwoch wurde nochmals ausgelassen gefeiert. Nach 40 Tagen Fasten feiern Christen dann Ostern. Ostern 2017 fällt auf den Ostersonntag, 16. April.

Das Wort Fasching geht übrigens aus dem althochdeutschen "Vaschang" hervor. Das bedeutet "Fastenschank": also der letzte Ausschank alkoholischer Getränke vor der Fastenzeit

Welche Bräuche gibt es beim Fasching in Bayern?

Bevor es mit den Faschingsumzügen in ganz Bayern losgeht, feiern die Neuburger einen verfrühten Faschingsumzug im Wasser: Am letzten Samstag im Januar trauen sich jedes Jahr hunderte Verkleidete beim Neuburger Donauschwimmen ins kalte Nass - während tausende Zuschauer das Spektakel bestaunen.

Auch die Mindelheimer begrüßen den Fasching mit einem witzigen Brauch: Sie verkleiden die Türme der Stadt mit dem Kostüm des örtlichen Dreigestirns. Es übernimmt in den Faschingstagen die Regentschaft in der Stadt im Unterallgäu. 

Fernöstliche Traditionen pflegen die Narren wiederum in Dietfurt an der Altmühl in der Oberpfalz: Sie feiern einen Chinesen-Fasching, bei dem die Teilnehmer beim Narrenzug Geisha-Perücke, Blumenschirm oder Kung-Fu-Anzug tragen. Auch einen Kaiser von China gibt es dann in der Oberpfalz.

Traditionell bayerisch geht es dagegen im Karwendel zu: Dort versuchen die "Schellenrührer" in Mittenwald den Winter mit dem Lärm ihrer Kuhglocken und gruseligen Masken zu vertreiben.

Eine große Gaudi ist auch der Schäfflertanz auf dem Münchner Marienplatz: Dabei tanzen Männer in der Tracht der Schäffler (Fassküfer, Fasshersteller) um ein Bierfass. Zwei andere gehen dabei als Kasper umher und schmieren den Frauen Ruß ins Gesicht. Der Schäfflertanz hat eine lange Tradition, er geht bis auf die Zeit der Pest im 16. Jahrhundert zurück. Ein Schäffler versuchte damals mit seinen Zunftskollegen und weiteren Metzgern, die von der Pest gezeichneten Bürger der Stadt mit dem Schäfflertanz aufzuheitern.

Der Fasching in Franken ist wiederum von vielen Umzügen und Prunksitzungen geprägt. In Schwaben tragen viele Narren traditionelle Holzmasken und die Münchner feiern gerne Kostümbälle, wie die Schwarz-Weiß-Bälle. Bei ihnen hüllen sich die Teilnehmer entweder in schwarze oder weiße Kleider.

Faschingshochburg Franken

Franken hat mit Würzburg nicht nur den längsten Faschingsumzug in ganz Bayern, sondern auch die wohl berühmteste Prunksitzung. Die "Fastnacht in Franken" aus Veitshöchheim wird seit 1987 im Bayerischen Fernsehen als Live-Sendung ausgestrahlt. Die Kultsendung am Freitag in der Woche vor der Weiberfastnacht ist die erfolgreichste Sendung im BR.

Wann sind Feiertage im Fasching?

Schulkinder in Bayern haben zur Faschingszeit frei, Arbeitnehmer jedoch nicht. Denn gesetzliche Feiertage gibt es während des Faschings in Bayern nicht - erst wieder danach: Am Karfreitag, 14. April und am Ostermontag, 17. April.

Dennoch zählt das Ende des Faschings, der Aschermittwoch, zu den stillen Tagen in Bayern: Öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen sind an diesem Fastentag verboten, Sportveranstaltungen dagegen erlaubt. Die Vorschriften gelten an den stillen Tagen ab 2 Uhr. Deshalb muss der Kehraus am Faschingsdienstag bereits zuvor beendet sein.

Welche Faschingskostüme sind 2017 im Trend? 

Der Kreativität sind im Fasching keine Grenzen gesetzt. Über weiß-pinke Einhörner, knappe Schneewittchenkleider oder Bratwurstsemmelkostüme ist im Fasching alles bunt gemischt.  Nach dem Motto "Erlaubt ist, was gefällt" können sich Narren in Bayern fast alles erlauben. Denn in der Faschingszeit gibt es, anders als beim Oktoberfest, keine Tabubrüche. Dennoch schimpfen einige Münchner über Wiesn-Touristen in Billig-Dirndl und -Lederhosen, mit Hendl-Hüten oder Schottenrock. Manche sprechen sogar von einem Trachtenfasching.

Wer vom Trachtenfasching auf der Wiesn noch nicht genug hat, kann es im Fasching 2017 krachen lassen: Heuer finden sich zum Beispiel vermehrt aufblasbare Faschingskostüme im Sortiment der Händler.

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