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Die Narren in Würzburg, Nürnberg und Aschaffenburg dürfen auch weiterhin Konfetti bei den Faschingsumzügen werfen.

„Fasching ohne Konfetti ist wie Suppe ohne Salz“

Fasching in Franken: Kein Konfetti-Verbot bei Umzügen 

Wenn die Faschingszüge durch die fränkischen Großstädten ziehen, wird es dort auch nach wie vor bunt sein. Es gibt kein Konfetti-Verbot für Würzburg, Nürnberg und Co. 

Würzburg - In vielen größeren fränkischen Städten darf während der Faschingsumzüge weiterhin mit Konfetti um sich geworfen werden. Weder Nürnberg noch Würzburg oder Aschaffenburg wollen dem Beispiel Stuttgarts folgen und die bunten Papierschnipsel während der närrischen Umzüge verbieten.

„Wir haben kein Konfetti-Verbot“, sagte am Montag eine Sprecherin des städtischen Servicebetriebs Öffentlicher Raum in Nürnberg. „Fasching ohne Konfetti ist wie Suppe ohne Salz.“ Die Konfetti-Mengen seien in den vergangenen Jahren immer ungefähr gleich hoch gewesen.

Auch die Stadt Würzburg wolle kein solches Verbot aussprechen, sagte ein Sprecher. „Es gibt lediglich den generellen Appell an die Umzugs- und Fahrzeugbetreiber, möglichst Müll und vor allem Glasbruch zu vermeiden.“ Im vergangenen Jahr hat der Aufruf gefruchtet: Die Stadtreiniger, die direkt nach dem Umzug die Würzburger Innenstadt wieder sauber machen, haben rund 7,5 Tonnen Müll aufgesammelt. Im Jahr zuvor waren es noch fünf Tonnen mehr.

Sowohl der Nürnberger Fastnachtszug als auch der Würzburger und der Aschaffenburger Faschingszug sind für den 11. Februar geplant.

Stuttgart in diesem Jahr konfettifrei

Der Schlossplatz in Stuttgart ist beim diesjährigen Fastnachtsumzug eine konfettifreie Zone. Grund sei, dass sich Konfetti und auch Alu-Schnipsel nur aufwendig von Hand ausfegen ließen, erklärte ein Sprecher des baden-württembergischen Finanzministeriums. „Reinigungsmaschinen schaffen das nicht oder ziehen dann gleich ganze Pflastersteine raus.“

Auch andernorts im Südwesten Deutschland gebe es solche Verbote, sagte der Präsident der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte, Roland Wehrle. Zum Teil könne er das durchaus nachvollziehen. „Bei manchen Umzügen wird extrem übertrieben - tonnenweise Schnipsel rumschmeißen muss nicht sein. Aber ein bisschen gehört zur Narretei dazu, da muss man die Kirche im Dorf lassen.“

dpa/lby

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