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Der Angeklagte wurde wegen gefährlicher Körperverletzung zu fast fünf Jahren Jugendstrafe verurteilt.

58-jährigen Familienvater bei Einbruch niedergestochen

Nach Messerangriff: 21-Jähriger zu fast fünf Jahren Jugendstrafe verurteilt

Memmingen - Zu fast fünf Jahren Jugendstrafe wurde ein 21-Jähriger verurteilt, der bei einem Einbruch einen Familienvater mit einem Messer lebensgefährlich verletzt hatte.

Nach einem lebensgefährlichen Messerstich gegen einen Familienvater bei einem Wohnungseinbruch ist ein 21-Jähriger zu einer Jugendstrafe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Memmingen bewertete die Tat am Donnerstag als gefährliche Körperverletzung.

Die Staatsanwaltschaft hatte den jungen Mann ursprünglich wegen versuchten Mordes angeklagt, war davon aber im Plädoyer abgerückt. Da der Einbrecher bei der Tat 20 Jahre alt und damit Heranwachsender war, wurde er wegen Reifeverzögerungen noch nach Jugendrecht verurteilt.

Ärzte retteten Opfer das Leben

Der Angeklagte hatte zugegeben, im Dezember 2015 nachts in ein Einfamilienhaus in Kötz im Landkreis Günzburg (Bayern) eingestiegen zu sein und den 58 Jahre alten Bewohner niedergestochen zu haben, als ihn dieser überraschte. Ärzte retteten dem Mann in einer Not-OP das Leben.

In dem Haus schlief damals eine fünfköpfige Familie. Die Schwiegermutter des späteren Opfers hörte, wie der Einbrecher das Fenster zu einem Büroraum aufhebelte. Sie weckte ihre Angehörigen.

Die Staatsanwaltschaft hatte für den 21-Jährigen eine Jugendstrafe von sechs Jahren und zehn Monaten verlangt. Doch die Jugendkammer folgte eher dem Verteidiger, der maximal vier Jahre Jugendhaft gefordert hatte.

dpa

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