Lebensgefahr! Heute nicht an Isar aufhalten - selbst wenn es nicht regnet

Lebensgefahr! Heute nicht an Isar aufhalten - selbst wenn es nicht regnet
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Vor allem junge Menschen kennen diese Begriffe nicht mehr. Schade. 

Schade, dass sie so selten gesagt werden

Die (fast) vergessenen, wunderbaren Wörter unserer Leser

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Es gibt wunderbare Wörter, die kaum noch verwendet werden, aber zum Glück nicht vergessen sind. Gerade viele alte bairische Ausdrücke liegen Ihnen, liebe Leser, am Herzen. Nach unserem Aufruf haben Sie Lieblingsbegriffe gesammelt. Danke! Wir zeigen eine Auswahl.

Muichdistl – Löwenzahn

Plafond – Zimmerdecke

Oheim – Onkel

Gerhard Braß aus Poing (Kreis Ebersberg)

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fürbaß laufen – weiter laufen

blümerant – unwohl, übel

Kanapée – Sofa

Potschamperl – Nachttopf

Fisematenten – Unfug

Margareta Schwarz aus Egling (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen)

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Lätschnbene – Beleidigter Loamsiader – Langweiler

Angelika Knülle aus Herrsching (Kreis Starnberg)

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hutschen – schaukeln

Robert Bauer aus Aschheim (Kreis München)

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Holzleg – Sammelstelle für Holz, hinter dem Wohnhaus

Elisabeth Kohnaus Rosenheim

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Glufer – Sicherheitsnadel Ochsenaug – Spiegelei

Rosa Wolter aus Starnberg

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samgogga – vortäuschen

„Das hat meine Großmutter benutzt, wenn sie so getan hat, als ob. Oder wenn sie etwas vorgeben wollte. Auch im Sinne von so ganz nebenbei wurde es verwendet.“

Ernst Ziegler aus Edling (Kreis Rosenheim)

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lange Emma – warmer Schlüpfer bis kurz vors Knie 

Pedell – Schulhausmeister 

schnabulieren – genießen

Ilse Jacob aus München

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Farbband – Träger von Druckfarbe der Schreibmaschine

Alfons König (62) aus Erding

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glangrig – Gelüste auf Essen

Rosemarie Zagler-Müller aus Puchheim (Kreis Fürstenfeldbruck)

*** Wählscheibe – Telefon

Schutzmann – Polizist 

Spekuliereisen – Brille 

vermaledeit – verflucht 

Radlrutsch – Kinderroller 

Schürhackl – metallener Haken zum Stochern im Ofen 

Schreibmaschine – „das kennen die Kinder von heute auch nicht mehr“ 

Telegrafenmasten – Stämme mit den Telefonleitungen 

Rutscherl – Bügeleisen 

Glupperl – Wäscheklammer 

Marielle Merz aus Weßling (Kreis Starnberg)

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Funzel – schwache Lampe 

Annelies Mayer aus Königsdorf (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen)

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Tschampsterer – Liebhaber 

Irmi Schneid aus Haag (Kreis Mühldorf am Inn)

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Vokuhila – Frisur, aber auch Bezeichnung für Laufschritt beim Lauftraining

Hermann Böckingaus Wolfratshausen

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Knipsen – fotografieren 

Kammpe – Kamm

Strippe – Telefonleitung 

brocken – sammeln 

Christine Dobberphul aus Germering

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bschist – wenn etwas nicht besser wird

Wolfgang Sebralla aus Schwabbruck (Kreis Weilheim-Schongau)

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Hagestolz – Junggeselle 

Zwiderwurzn – bösartige Frau 

Grantlhauer – notorisch schlecht gelaunter Mann 

Parablui – Schirm 

Straniz‘n – Tüte 

malade – krank

Traudl Banas aus München

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Nasenramal – Nasensekret

Manfred Eibl aus Pliening (Kreis Ebersberg)

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Sacklzement – vornehmes, nicht gotteslästerndes Fluchen, etwa von Pfarrern

Josef Niedermair aus Markt Indersdorf (Kreis Dachau)

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grüne Minna – Polizeiauto mit Gefangenentransport

Hans Schwecke aus Schongau

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Pfund – Gewichtseinheit 

Erdäpfel – Kartoffeln

Evi Mayraus Miesbach

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Stianghaus – Treppenhaus 

Rotzglockn – Katarrh an der Nase 

Günter Maier aus München

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Plempe – mieser Kaffee 

Bordsteinschwalbe – Prostituierte

Thea Kramer aus München

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Nuckelpinne – kleines Auto 

Griffel – Schreibstift für Tafeln 

Gabriele Horn

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Dolm – Dummkopf 

zerm – spitze, toll 

Kotze – Cape, Umhang

Irmgard Huber aus München

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Pimpf – kleiner Bub 

potzblitz – Erstaunen 

Kloahäusler – armer Mensch 

hippelig – nervös, unstetig 

Noatniggl – geizig, sparsam

Heinz Krauth aus Rosenheim

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Zwickl – Zwei-Mark-Stück

Brigitte Hänel

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Fiaker – Taxi 

Oida Dutterer – alter Mann 

Telex – Fernschreiber

Bedsocher – Bettnässer („das sagten wir auch zu Buschwindröschen, die man nicht pflücken durfte, da man sonst ins Bett machte“)

Iemkje Stiemer aus Kirchseeon (Kreis Ebersberg)

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Lausbub – frecher Bub

Katja Schenk aus Miesbach

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Dreikäsehoch – kleines Kind 

Kolonialwaren – Genussmittel 

Penne – Schule 

Stanniolpapier – Alufolie 

Gänsewein – Wasser 

poussieren – flirten 

steiler Zahn – attraktiver Mann 

Testbild – Prüfmethode des Röhrenfernsehers 

Conny Katzig aus Erdweg (Kreis Dachau)

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Glabberl – Sandalen

Gabi Kuhnke (45) aus Schöngeising (Kreis Fürstenfeldbruck)

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narrische Feigerln essen – wenn jemand richtig aufdreht

Norbert Webler aus Aschheim (Kreis München)

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Schmotz – gutes Essen 

Trottoir – Gehweg 

Plumeau – Bettdecke 

Hasenbrote – geschmierte Brote vom Vortag 

Kostgänger – Untermieter 

Flohkiste – Bett 

Pinselquäler – Maler 

Henkelmann – Essensbehälter für Bergleute 

Rotzbremse – Schnauzbart 

Klotschen – Holzschuhe 

Ratzefummel – Radiergummi 

Detmar Schürenberg aus Oberammergau (Kreis Garmisch-Partenkirchen)

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Wachtel – freche Bezeichnung für eine Polizistin; männlich: Schandi

Butzkiah – heruntergefallener Tannenzapfen, getrocknet auch Brennmaterial 

Hamme – Gauner, Trickser 

Rufern – Schorf, Kruste 

Bratzen – Hände 

Semmehörndl – Semmel in Hörnchenform 

Hannelore Karl (43) aus Fürstenfeldbruck

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Hupfgoas – übermütiges Mädchen 

kupferoda – rothaarige Frau 

Botschamperl – Nachttopf

Anni Bader aus Huglfing (Kreis Weilheim-Schongau)

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etepetete – verwöhnt

picobello – sauber 

ausbaldowern – ausforschen 

„Ich bin in Sachsen geboren, sage noch „die gleen Borbse“ zu kleinen niedlichen Kindern, dann in Hesse uffgewchse, saach noch „alleritt“ (andauernd) und „en Krobbe“ (großer Kochtopf). Und jetzt seit 44 Joa fasuach i’s boarische und i gfrei mi, wann oana um d‘Reim foad und ‘s eam ned schmeissd.“

Sophie Huber aus Anzing (Kreis Ebersberg)

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Eimerkal – Lesezeichen 

Mokick – Moped

Krenweiberl – Meerrettich- und Gewürzverkäuferin in typischer Tracht; saß früher immer am Marienplatz Scherzl – Anschnitt vom Brot 

Wuckal – Lockenwickler 

dandschig – niedlich, süß 

Wapperl – Aufkleber 

Mongtratzerl – kleiner Happen 

Fangamandl – Fangspiel

Margit Felgner (52) aus Aschheim (Lkr. München)

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Kracherl – Limo 

Starniezl – Tüte

Schlaich – Fußballschuhe

Manfred Kirschner aus Söchtenau (Kreis Rosenheim)

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Hopperla – Ausdruck, wenn etwas unerwartet passiert

Marlis Steger aus München

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Erdäpfel – Kartoffeln 

Geißel – Peitsche 

pritscheln – Wasser planschen 

Wuzerl – Kinder 

Radlrutsch – hölzerner Kinderroller

Martina Mayers aus Garching (Kreis München)

Bairisch-Test: Wetten, dass ihr Dialekt verrät, woher Sie kommen?

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