Die Mutter des Buben bleibt in Haft.

Fast verhungerter Bub außer Lebensgefahr

Fürth - Der fast verhungerte vier Jahre alte Bub aus Fürth ist über den Berg. “Sein Zustand hat sich über das Wochenende stabilisiert“, sagte ein Sprecher des Klinikums Fürth am Montag.

Das Kind liege aber weiter auf der Intensivstation. “Und dort wird es auch noch eine ganze Weile bleiben“, ergänzte der Sprecher. Man könne derzeit nicht ausschließen, dass sich der Zustand des Buben plötzlich wieder verschlechtert. Nach Polizeiangaben hatte die 29 Jahre alte Mutter vor rund einer Woche selbst einen Arzt alarmiert, weil ihr Sohn angeblich Durchfall hatte.

Die Notärztin wies den Jungen sofort in das Krankenhaus ein. Dort verständigte ein weiterer Arzt die Polizei, weil der abgemagerte Vierjährige in einem lebensbedrohlichen Zustand war. Die Polizei hatte die Mutter des Kindes und ihren Lebensgefährten noch im Krankenhaus festgenommen.

Gegen die Mutter wurde wegen des Verdachts der Misshandlung Schutzbefohlener Haftbefehl erlassen. Sie sei inzwischen vernommen, berichtete eine Sprecherin der Nürnberger Staatsanwaltschaft am Montag. Zum Inhalt ihrer Aussagen wollte die Behördensprecherin aber keine Angaben machen. Dem Fürther Jugendamt war der Bub nach eigenen Angaben vor dem Vorfall nicht bekannt; die Frau war erst vor kurzem zu ihrem Freund nach Fürth gezogen.

dpa

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