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Faustschlag gegen Richter

Passauer Jurastudent muss in die Psychiatrie

Passau - Nach dem Angriff auf einen Richter des Bundesgerichtshofes an der Uni Passau muss ein Jurastudent in die Psychiatrie. Er hatte den 59-Jährigen mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

Der 24-Jährige leide unter Schizophrenie und bleibe ohne Behandlung eine Gefahr für die Allgemeinheit, begründeten am Dienstag die Richter am Landgericht Passau die Entscheidung in dem Sicherungsverfahren. Die Unterbringung ist zeitlich unbegrenzt, muss jedoch jedes Jahr überprüft werden.

Der Student hatte den 59 Jahre alten Richter nach einem Vortrag im Februar 2011 mit der Faust auf das Ohr geschlagen. Zwei Assistenten konnten den Studenten schließlich überwältigen. Das Opfer erlitt einen Tinnitus und musste im Krankenhaus behandelt werden. Der Angreifer habe den Tunnelblick eines Fanatikers gehabt, hatte der Richter in dem Verfahren gesagt. Zum ersten Verhandlungstermin Mitte März war der 24-Jährige nicht vor dem Landgericht Passau erschienen. Das Gericht hatte daraufhin einen Haftbefehl erlassen. Wenig später wurde der Mann festgenommen.

Außerdem hatte der Mann 2012 die Angestellten eines Paketdienstes mit dem Tod bedroht. In einer E-Mail soll er geschrieben haben, nur wenn sein Paket noch heute zugestellt werde, „könne der sichere Eintritt des Todes aller dafür Verantwortlichen innerhalb von wenigen Tagen abgewendet werden“. Eine Woche später hatte er eine Gerichtsvollzieherin angegriffen und verletzt. Bereits nach diesen Vorfällen war er mehrere Monate in der Psychiatrie untergebracht.

Er sieht das Unrecht seiner Taten nicht ein

Nach Angaben eines Gutachters leidet der Student unter religiösen Wahnvorstellungen. Diese hätten es dem Mann schließlich unmöglich gemacht, das Haus zu verlassen. So habe er sich schließlich sogar Lebensmittel per Paketdienst schicken lassen. Außerdem könne der 24-Jährige das Unrecht seiner Taten nicht einsehen.

dpa/lby

Rubriklistenbild: © picture-alliance / dpa

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