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In vielen Orten gibt es Lichterprozessionen und Wallfahrten.

Feiertag: Was Mariä Himmelfahrt bedeutet

München - In Regionen mit überwiegend katholischer Bevölkerung ist Mariä Himmelfahrt ein gesetzlicher Feiertag. Doch was wird an diesem Tag eigentlich gefeiert?

Mit feierlichen Gottesdiensten, Lichterprozessionen und der traditionellen Kräuterweihe haben Katholiken in Bayern am Mittwoch das Fest Mariä Himmelfahrt gefeiert. Das auch “Großer Frauentag“ genannte Kirchenfest ist in Gegenden mit überwiegend katholischer Bevölkerung ein gesetzlicher Feiertag.

Eine der größten Lichterprozessionen im Land findet auch dieses Jahr wieder im schwäbischen Wallfahrtsort Maria Vesperbild statt. Nach Angaben der Wallfahrtsdirektion werden an die 20 000 Gläubige erwartet. An einem Freialtar vor der Mariengrotte hält der Erzbischof von Berlin, Kardinal Rainer Maria Woelki, das Pontifikalamt. Andere Pilgerzüge führen etwa zu den Wallfahrtsorten nach Maria Eich oder zur berühmten Wieskirche.

Auf dem Bodensee wird es die 31. Fatima-Schiffsprozession geben. Der Veranstalter, die Gebetsstätte Wigratzbad im Landkreis Lindau, erwartet etwa 4000 Gläubige aus ganz Europa. Sie wollen am Abend mit mehreren Schiffen von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus auf den Bodensee hinausfahren und gemeinsam für ein christliches Europa beten.

Was bedeutet Mariä Himmelfahrt

Mariä Himmelfahrt ist das Hochfest der Aufnahme Marias, der Mutter Jesu, in den Himmel. Angeblich fanden die Apostel nach Marias Tod in ihrem Grab den Leichnam nicht mehr vor, stattdessen aber duftende Blumen und Kräuter. Vor diesem Hintergrund werden zu Mariä Himmelfahrt Kräuter zu Sträußen gebunden und in den Gottesdiensten geweiht. Traditionell bestehen die Sträuße aus bis zu 77 Getreidearten, Gewürzpflanzen und Heilkräutern. Dem Volksglauben nach sollen die Kräuterbündel kopfüber aufgehängt vor Unwettern und Krankheiten schützen.

In Kommunen mit protestantischer Mehrheit wie etwa in Nürnberg und Bayreuth sind Geschäfte und Behörden regulär geöffnet, die Menschen müssen zur Arbeit. Außer in Bayern ist Mariä Himmelfahrt nur noch im Saarland ein Feiertag.

dpa

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