Feuerwehren im Einsatz

An den Feiertagen: Zwei Großbrände in Bayern

München - Die bayerische Feuerwehr musste an den Weihnachtstagen oft ausrücken - jedoch nur selten wegen in Flammen stehender Christbäume.

Ein lichterloh brennender Luxus-Sportwagen, ein in Flammen stehendes Tonstudio und zwei Großbrände mit jeweils einem Schaden von mindestens 100.000 Euro - die Feuerwehrleute in Bayern waren an den Weihnachtstagen gefordert. Einsätze wegen brennender Christbäume gab es nur wenige. Ein Sprecher der Münchner Feuerwehr sprach von einem „weitgehend normalen Betrieb“. Im Zeitraum von Heiligabend bis zum Spätnachmittag des zweiten Weihnachtsfeiertages mussten die Einsatzkräfte in der Landeshauptstadt insgesamt 148 Mal ausrücken.

Wegen eines brennenden Christbaums wurde die Feuerwehr an Heiligabend von zwei Frauen in München gerufen: Sie hatten bereits selbst versucht, den Baum zu löschen. Dabei hatten sich die 54 und 55 Jahre alten Frauen Verbrennungen an Gesicht und Armen zugezogen. Die Feuerwehrleute fanden nur noch die verkohlten Überreste des Baumes, in der Wohnung selbst entstand kein Schaden durch den Brand. Das Feuer war wegen der Kerzen am Baum entstanden.

Weit mehr zu tun hatten die Einsatzkräfte mit Bränden, die in keinem direkten Zusammenhang mit Weihnachtsdekoration standen: Beim Brand einer Doppelhaushälfte in Wartenberg im oberbayerischen Landkreis Erding war am Donnerstagmorgen ein Sachschaden von mindestens 100.000 Euro entstanden. Die Bewohner waren nicht zu Hause, als das Feuer ausbrach, die Doppelhaushälfte brannte völlig aus. Im oberbayerischen Wolnzach verursachte ein Brand im Obergeschoss eines Hauses einen Sachschaden von mindestens 150.000 Euro. Die Feuerwehr musste teilweise das Dach aufreißen, um die Brandherde zu löschen. In beiden Fällen war die Brandursache zunächst unklar.

Eine schlimme Bescherung erlebte auch der Besitzer eines Luxus-Sportwagens an Heiligabend in München: Sein Lamborghini verbrannte in einer Wohnhaus-Tiefgarage. Die Feuerwehr konnte das lichterloh brennende Fahrzeug zwar rasch löschen, es war jedoch bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Flammen wüteten an Heiligabend auch in einer als Ton- und Fotostudio genutzten Wohnung in München, die durch den Brand schwer beschädigt wurde. Verletzt wurde niemand, der Sachschade war zunächst nicht klar: in dem Studio wurden viele elektronische Geräte beschädigt.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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