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Erst der Anfang? Stau-Chaos zum Ferienbeginn – ADAC-Experte sieht einen Trend

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Die Autofahrt war für viele in Bayern am Wochenende eine absolute Geduldsprobe. Das lag nicht nur an den Corona-Kontrollen: Das Reiseverhalten ändert sich.

Stau und zäh fließender Verkehr vom Hofoldinger Forst bis zum Grenzübergang Walserberg – die Urlaubsreise auf der A8 München–Salzburg war mehr als ein Geduldsspiel: Sie war eher eine Probe, wie gelassen jemand bleiben kann.

Mega-Stau zum Ferienbeginn – der ADAC Südbayern hat ihn punktgenau vorhergesagt und trotzdem hörte keiner hin, was aber auch dem Bettenwechsel in den Ferienorten geschuldet ist. „Die Warnungen haben sich leider bestätigt“, sagte eine Sprecherin des ADAC.

Mega-Stau zum Sommerurlaub: Corona-Grenzkontrollen führen zu Schneckentempo

Der Verkehr staut sich zum Ferienbeginn 2021 auf der A8 hinter München in Fahrtrichtung Brenner.
Die A8 zum bayerischen Ferienbeginn 2021: Oft kein Spaß, hier nun unterwegs zu sein © Matthias Balk/dpa

Zusätzlich sorgten auch die Corona-Kontrollen an den Grenzübergängen für Verzögerungen. Wer nach Stunden im Schneckentempo endlich die Alpenrepublik erreichte, hing auf der Tauernautobahn schon in der nächsten Blechlawine fest. Vor den Mautstationen des Tauern- und des Karawankentunnels hatten sich jeweils zehn Kilometer Stau gebildet. Es gab Blockabfertigungen, sogar vor dem Tunnel vor Villach. Wer die Tunnels endlich hinter sich hatte, auf den wartete nur das nächste Stop-and-go: an den Übergängen von Slowenien nach Kroatien. Hier mussten Reisende mit extremen Verzögerungen rechnen, schon in der Nacht auf Freitag wurden vier Stunden und länger notiert.

Mega-Stau zum Ferienbeginn in Bayern: ADAC-Verkehrsexperte warnt

Doch nicht nur auf der Tauernautobahn rollte die Blechlawine, sie bewegte sich auch durchs Allgäu, und hier schon in der Gegenrichtung: „Wahnsinnig viel los“ sei auch auf der A7 zwischen Memmingen und Ulm, hieß es aus der Verkehrslagemeldestelle. In beide Richtungen staute es sich, besonders voll sei die A7 aber in Richtung Norden. Grund: In einigen Bundesländern neigen sich die Ferien dem Ende zu.

In Italien rechneten die Behörden auf der Brennerautobahn (Autostrada A22) am Samstag mit einem neuen Verkehrsrekord. Bereits am Freitag war die A22 völlig überlastet. Und gestern entspannte sich die Verkehrslage in Richtung Süden kaum: Wieder gab es kilometerlange Staus zwischen München und dem Inntaldreieck und weiter in Richtung Salzburg.

Doch blüht nun jedes Wochenende der Mega-Stau, bis die Ferien vorbei sind? Möglicherweise. Alexander Kreipl, Verkehrsexperte des ADAC Südbayern, sprach vor einer Woche vom geänderten Reiseverhalten. Menschen würden häufiger in mit dem Auto zu erreichende Gebiete reisen – auch um nicht fliegen zu müssen.

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