Langfristiger Vertrag für Bierofka - „Nur der Anfang dieser positiven Entwicklung“

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Unter Druck: ein ICE. Bis zu 30 Prozent der Fahrgäste wechseln auf Fernbusse.

Bilanz in Bayern

Fernbus-Konkurrenz ärgert die Bahn

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München - Die Deutsche Bahn hadert mit der Fernbus-Konkurrenz und will im Fernverkehr auch in Bayern profitabel fahren. Leidtragender dieser Strategie ist Augsburg.

Sie heißen „Mein Fernbus“, Flixbus oder ADAC/Postbus – seit 2013 setzen private Fernbus-Unternehmer der Deutschen Bahn gehörig zu. Um 20 Millionen Euro hat sich der Gewinn im vergangenen Jahr dadurch reduziert, gab die DB bei der Vorstellung der Jahresbilanz im März in Berlin bekannt. Die Konsequenz daraus verdeutlichte nun Bayerns Bahn-Chef Klaus-Dieter Josel: Die Bahn, auch in Bayern, werde sich gewisse Extras nicht mehr leisten können.

Konkret gefährdet sind fünf tägliche ICE-Verbindungen, die derzeit statt über Ingolstadt über Augsburg Richtung Norden (Hamburg) geführt werden. Die Verlegung erfolgte ohnehin nur provisorisch wegen Bauarbeiten auf der Ingolstädter Schnellstrecke und wird mit dem Winterfahrplan ab Dezember rückgängig gemacht. Doch Augsburg hatte sich Hoffnungen gemacht, die Verbindungen auch nach Abschluss der Arbeiten behalten zu können. Das aber werde nicht gehen, sagte Josel nun in München. Grund sei die (im Vergleich zur Ingolstadt-Route) längere Reisezeit.

Bei Fahrten über Ingolstadt säßen im Schnitt 100 Personen mehr im Zug, sagte Josel. Augsburg sei jedoch nicht vom ICE-Verkehr abgehängt. Eben dies befürchtet der Fahrgastverband Pro Bahn Schwaben, der auch davor warnt, dass der Fernverkehr München-Berlin nach Eröffnung der Schnellbaustrecken ebenfalls über Ingolstadt geführt werden solle – und nicht über die Schwaben-Metropole.

Das allerdings ist ohnehin zu erwarten, denn sonst wäre die angepriesene Fahrzeit von nur noch vier Stunden zwischen München und Berlin nicht zu halten. Josel machte deutlich, dass die Fernbusse der Bahn ordentlich zusetzen. „Dieser Herausforderung müssen wird uns stellen.“

Die Zahlen im Regional- und Nahverkehr sind derweil gut – auch die S-Bahn München hat mehr und mehr Fahrgäste. Sie hat in den ersten drei Monaten um 3,2 Prozent Personenkilometer zugelegt. Das bedeutet umgelegt auf die Fahrgäste Spitzenwerte von bis zu 840 000 Personen täglich. Spitzenreiter ist indes der Fuggerexpress (München-Augsburg), der zwischen Januar und März 2014 ein Plus von 6,7 Prozent verzeichnete. Auch die S-Bahn Nürnberg legte zu (plus vier Prozent). Und sogar die Werdenfelsbahn München-Mittenwald konnte trotz der großen Startschwierigkeiten mit den neuen Zügen ein leichtes Plus an Fahrgästen verbuchen. Es hätte auf dieser Linie aber auch besser laufen können. „Wir sind mit Schwung ins neue Jahr gestartet“, stellte der neue DB-Regio-Bayern-Chef Hansrüdiger Fritz zufrieden fest.

Dirk Walter

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