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Ein Ferrari ohne Fahrer - und das mitten auf der Autobahn.

Der Ferrari, der vom Himmel fiel

Regensburg - Plötzlich stand der Sportflitzer vor ihm: Der Regensburger Hans Schmid wurde Zeuge, wie sich ein Ferrari selbstständig machte. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt – auch das Luxus-Auto ist unversehrt.

Ferraris können vom Himmel fallen. Das durfte Hans Schmid erfahren. Als er am vergangenen Mittwoch gegen 16 Uhr mit seiner Frau in Regensburg auf der A 3 Richtung Passau fährt, da fliegt vor ihm ein roter Sportflitzer auf die Straße.

Der Ferrari, der ursprünglich auf einem Autotransporter gestanden hatte, rollt vor ihm rückwärts auf die Überholspur. Doch der Lastwagenfahrer scheint nichts zu bemerken – er fährt seelenruhig weiter. „Es hat ausgesehen, als säße da jemand am Steuer“, berichtet Schmid der Mittelbayerischen Zeitung. Er reagiert sofort, weicht dem Ferrari aus und fährt dem Transporter hinterher. Mit Handzeichen und Lichthupe bringen er und seine Frau den Brummi auf Höhe der Uniklinik zum Stehen. „Du hast deinen Ferrari verloren“, ruft Schmid dem Fahrer zu. Der schlägt die Hände über dem Kopf zusammen und stöhnt: „Oh Gott!“ An der nächsten Ausfahrt dreht er um und fährt zurück.

Die irrsten wahren Geschichten der Welt

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Der Ferrari F 360 Spider, der ohne Fahrer und Kennzeichen, dafür mit vielen Tarnfolien und der Aufschrift „Gumball 3000“ unterwegs ist, parkt derweil an der Leitplanke ein – wie von Geisterhand. Dort findet ihn Stefan Kubik, Leiter der Autobahnmeisterei. Kurz zuvor hatte er einen Anruf von einem Bekannten erhalten: „Da parkt ein Ferrari auf der Überholspur!“ Kubik hält hinter dem Ferrari, schaltet die Warnblinkanlage seines Dienstwagens ein und geht auf den Sportwagen zu. Der Verkehr rauscht an ihm vorbei. „Ich dachte erst, da hätte jemand einen Herzinfarkt oder so gehabt und deswegen gehalten.“ Doch als Kubik die Beifahrertür öffnet, sitzt niemand am Steuer.

In diesem Moment fährt auf der Gegenrichtung ein Autotransporter vorbei – wild hupend, erinnert sich Kubik. „Der stand dann eine halbe Stunde später auf meiner Seite und hat den Ferrari wieder aufgeladen.“ Immer wieder beteuert der Laster-Fahrer, dass der Ferrari ordnungsgemäß gesichert gewesen sei.

Keine einzige Schramme beim Auslfug

Der Flitzer hat bei seinem kleinen Ausflug keine einzige Schramme abgekommen. Auch niemand anders auf der dichtbefahrenen Autobahn. „Hier fahren täglich 40 000 Autos vorbei. Das ist ein Wunder“, sagt Kubik.

Wer der Besitzer des 400-PS-Ferraris ist, ist nicht bekannt. Die Aufkleber lassen vermuten, dass hier ein aktiver oder ehemaliger Teilnehmer des „Gumball 3000“-Rennens sein Gefährt verschickt hat. Die Teilnehmer rasen mit ihren Rennwagen acht Tage und Nächte 8000 Meilen über öffentliche Straßen. Im Mai geht es wieder los, diesmal von London nach New York. Startgeld: 30 000 englische Pfund (rund 34 000 Euro).

Dieser Ferrari hat sich selbstständig gemacht und an der Leitplanke „geparkt“.

von Katharina Bitz

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