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Dieser Blitzer ist leider immer in Betrieb : Die Radar-Falle vor dem Mc Graw-Graben in München .

Dementi vom Ministerium

BR: Radaranlagen oft tagelang ohne Funktion

München - Festinstallierte Radaranlagen in Bayern sind nach einem Bericht des Bayerischen Rundfunks (BR) oft tagelang ohne Funktion.

Sie registrierten zwar Tempoüberschreitungen und lösten auch einen Blitz aus, für die Auswertung der Aufnahmen fehle aber das notwendige Personal, berichtete der BR am Samstag unter Berufung auf Polizeikreise und die Gewerkschaft der Polizei (GdP). Innenministeriums-Sprecher Holger Plank wies die Vorwürfe am Samstag zurück.

Als ein Beispiel für selten genutzte Radaranlagen führte der Sender vier um das Autobahnkreuz Neufahrn nördlich von München aufgestellte Geräte an. Sie seien im Schnitt nur an zwei Tagen in Betrieb. Um die an diesen Tagen gewonnenen 500 Bilder auszuwerten, brauchten Beamte den Rest der Woche. “Dies erklärt auch, warum zahlreiche Autofahrer zwar geblitzt wurden, jedoch nie Post von der Polizei bekommen haben“, betonte der Sender. Der Polizeigewerkschaft zufolge treffe diese Situation auch auf andere Landesteile zu.

Auch Laserpistolen zur mobilen Tempokontrolle würden uneffektiv eingesetzt. Nach einer internen Statistik der Polizei seien sie im Schnitt ganze 30 Minuten pro Tag im Einsatz. Die 100 000 Euro teuren Videoüberwachungsfahrzeuge seien pro Tag nur zweieinhalb Stunden auf der Straße, berichtete der BR unter Berufung auf die GdP. Das absurdeste Beispiel liefere die Polizei in Holzkirchen (Landkreis Miesbach). Wegen einer defekten Blitzbirne sei eine Radaranlage an der Autobahn München-Salzburg wochenlang außer Betrieb gewesen. Für den Kauf der 300 Euro teuren Birne habe das Geld gefehlt.

Nach Angaben des Ministeriumssprechers geht vor allem der Vorwurf, Laserpistole seien mangelhaft genutzt, ins Leere. Inzwischen seien alle Polizeiinspektionen damit ausgestattet und viele Polizeibeamten im Umgang damit ausgebildet worden. “Wir haben dadurch erheblich höhere Einsatzfrequenzen bei den Handlasern als vor zwei Jahren“, betonte der Sprecher. Bei den festinstallierten Lasern gehe es nicht um Rund-um-die-Uhr-Kontrollen, sondern darum, “dann zu messen, wenn erfahrungsgemäß die meisten Unfälle passieren“.



(dpa/lby)

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