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Völlig überraschend

Festspiel-Skandal in Bayreuth: Star-Tenor sagt kurzfristig ab - seine Erklärung ist „das Unprofessionellste seit Jahren“

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Am Montag sollten die Proben für die „Lohengrin“-Oper beginnen, die am 25. Juli gespielt werden sollte. Doch Star-Tenor Roberto Alagna sagte sie am Freitag plötzlich ab.

Bayreuth - Zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele sollte der italienisch-französische Star-Tenor Roberto Alagna den „Lohengrin“ geben. Doch nun sagte er ganz kurz vor Beginn der Proben einfach ab. Er meldete sich am Freitagabend, am Montag hätten die Proben beginnen sollen. 

Die kuriose Begründung: Alagna habe zu wenig Zeit gehabt, die Rolle zu lernen. Er kann den Text nur bis zum zweiten der drei Akte der Oper von Richard Wagner, berichtete welt.de. Als Begründung gab seine Agentur gegenüber der Festspielleitung eine Überlastung an. 

Manuel Brug, Feuilletonredakteur der Welt, kritisierte dieses Verhalten: „Das ist sicher das Unprofessionellste, was sich ein Star in einem immer mehr verludernden Geschäft seit Jahren geleistet hat. Nicht nur gegenüber der Institution, sondern auch gegenüber den Kollegen, die bereits proben und ihre Rollen auch rechtzeitig gelernt haben.“

In einem Interview mit dem Magazin „Oper!“ hatte der Franzose noch Ende Mai noch von seinen Vorbereitungen gesprochen. Sie sei eine Herausforderung für ihn: „Mein Deutsch muss gut werden, deshalb memoriere ich dauernd den Text.“

Nicht der erste Skandal um Roberto Alagna

Es war nicht der erste Eklat um den Star-Tenor. Nachdem er 2006 wiederholt an der Mailänder Scala ausgebuht wurde, verließ er nach einer Eröffnungsarie die Bühne und kam nicht zurück. Ein Ersatzmann in Straßenkleidung musste einspringen. Seither hatte Alagna nie wieder in Italien gesungen. Auch in Bayreuth dürfte er es sich nun verscherzt haben. 

Die Bayreuther Verantwortlichen suchen nun intensiv nach einem neuen Sänger für die Lohengrin-Rolle.

Ein letztes Mal kehrt Waltraud Meier zu den Bayreuther Festspielen zurück - nach 18 Jahren Abstinenz. Ein Gespräch über ihr Comeback, den Abschied von Rollen und über Regisseure, die sich nicht trauen.

mag

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