Protest gegen Abschiebung

Feuer in Abschiebegefängnis: Flüchtling als Brandstifter in Verdacht

Mühldorf am Inn - Nach dem Feuer in einem Abschiebegefängnis im oberbayerischen Mühldorf am Inn geht die Polizei von Brandstiftung eines Flüchtlings aus.

Zwar habe der 23-Jährige aus Afghanistan die Tat nicht gestanden, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Den Ermittlungen zufolge komme aber nur der junge Mann für die Tat infrage. Mit dem Feuer habe der Asylbewerber seine Abschiebung verhindern wollen. Der 23-Jährige hatte sich bei dem Feuer in seiner Zelle am Dienstagabend eine leichte Rauchvergiftung zugezogen.

Der Mann gehört zu einer Gruppe von fünf Flüchtlingen, die vor einigen Tagen einen Hungerstreik begonnen hatten, um gegen ihre Abschiebung zu protestieren. Die Staatsanwaltschaft ermittelt laut Polizei wegen Sachbeschädigung gegen den 23-Jährigen, sieht aber keine Hinderungsgründe für die für Mittwochabend geplante Abschiebung. 

Bei dem Feuer war außer dem mutmaßlichen Brandstifter niemand verletzt worden. Die übrigen 29 Flüchtlinge kamen bis zu ihrer bevorstehenden Abschiebung in einem anderen Gefängnistrakt unter.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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