Ärger im Bordell

Mann legt Feuer, weil ihn Prostituierte geärgert haben

Schweinfurt - Ein 34-Jähriger hat vor Gericht zugegeben, in einem Schweinfurter Bordell Feuer gelegt zu haben. Er behauptet: Die Prostituierten hätten ihn bei einem Spiel zu sehr geärgert.

Im Prozess um Brandstiftung in einem Schweinfurter Bordell hat der 34-jährige Angeklagte die Tat zugegeben. Er habe das Feuer im vergangenen Juni aus Ärger über die Prostituierten gelegt, ließ der Mann am Freitag vor dem Landgericht Schweinfurt über seinen Verteidiger erklären. Diese hätten ihn beim Billardspiel abgezockt.

Der psychisch labile Mann ist wegen schwerer Brandstiftung und Diebstahls angeklagt. Über seinen Verteidiger gab er alle Vorwürfe zu. Er habe niemanden verletzen wollen und bereue die Tat zutiefst.

Der Angeklagte hatte im vergangenen Juni kurz nach Mitternacht zunächst in dem Bordell nach einem Aushilfsjob gefragt und dann mit den Damen geredet und Billard gespielt. Dabei sei er den Mitarbeiterinnen bereits sehr nervös und irgendwie verrückt vorgekommen, gaben sie am Freitag zu Protokoll.

Kurz darauf füllte der Mann an einer Tankstelle Benzin in eine geklaute Gießkanne und zündete es im Flur des Bordells an. Dabei fingen nicht nur Teile des Flurs, sondern auch seine Kleidung Feuer.

Brandstifter fast unbekleidet und mit schweren Verletzungen aufgefunden

In seiner Panik rannte der Mann Zeugen zufolge auf die Straße, riss sich die brennende Kleidung vom Leib und flüchtete. Die Polizei fand den Mann fast unbekleidet und mit schwersten Brandverletzungen an Armen und Beinen in einem nahen Park. Er musste in einer Spezialklinik behandelt werden. Die Prostituierten blieben unverletzt. Es entstand ein Schaden von rund 55 000 Euro.

Einem Gutachter zufolge leidet der Brandstifter schon länger unter einer massiven Psychose und war mehrfach in eine Psychiatrie eingewiesen worden. Für den Mann geht es im weiteren Prozessverlauf um die Unterbringung in einer Psychiatrie. Der Prozess wird am 24. März fortgesetzt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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