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Symbolbild

Sie haben gezündelt

Feuer mit Toter in Hof: Buben waren Brandstifter

Sie zündelten im Hinterhof eines Hauses und lösten dabei einen verheerenden Brand mit einer Toten aus: Die Polizei hat zwei Buben als Verursacher der Tragödie im oberfränkischen Hof ermittelt.

Knapp zwei Wochen nach dem Tod einer 74-Jährigen bei einem Feuer in Hof hat die Polizei zwei Buben als Brandstifter ermittelt. Ein Elfjähriger habe zugegeben, das Feuer im Hinterhof des Mehrfamilienhauses im Beisein eines 14-Jährigen gelegt zu haben, berichtete die Staatsanwaltschaft am Montag in Hof. Ein kurz vor Ausbruch des Brandes geschossenes Foto hatte die Ermittler auf die Spur der Minderjährigen gebracht. Darauf zu sehen sind zwei Kinderfahrräder, die an dem Haus stehen. Durch Zeugenhinweise konnte die Polizei die Buben als Besitzer der Räder ermitteln.

Bei dem Brand wurde die 74 Jahre alte Frau von der Feuerwehr tot im zweiten Stock des Anwesens aufgefunden. Sie starb an einer Rauchgasvergiftung. Eine 84-Jährige erlitt schwere Verletzungen.

Eine 24 Jahre alte Frau und ihr Baby wurden durch einen Polizeibeamten auf spektakuläre Weise gerettet: Der Beamte stoppte wie im Actionfilm einen Lastwagen mit Containeraufbau auf der Straße und dirigierte das Fahrzeug direkt unter ein Fenster des brennenden Hauses. Über den Container kletterte er zu der Frau mit ihrem Baby und brachte beide in Sicherheit. Der Polizist und der Lastwagenfahrer wurden vor kurzem als Lebensretter im Hofer Rathaus geehrt.

Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, gab der Elfjährige an, das Feuer gelegt zu haben. Der 14-Jährige habe demnach nur zugeschaut. Ob diese Angaben stimmen, prüft die Staatsanwaltschaft noch. Im Gegensatz zum 14-Jährigen kann der Elfjährige nicht für die Tragödie verantwortlich gemacht werden, da er noch strafunmündig ist. Ob es sich um Geschwister handelt, wollte der Sprecher nicht sagen.

Unterdessen hat die Polizei in Hof weitere Kinder ausfindig gemacht, die für kleinere Brände in den vergangenen Wochen im Stadtgebiet verantwortlich sein sollen. Der genaue Umfang dieser Brände war zunächst unklar.

dpa

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