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Der Feuerwehrmann Rudi Heimann singt am 17.11.2017 in einem Studio des Radiosenders Antenne Bayern in Unterföhring bei München (Bayern).

Der Bayer des Jahres 2017

Feuerwehrler bespritzt Gaffer: Für wen die Geschichte gut ausging - und für wen nicht

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Er war für viele der Bayer des Jahres: Rudi H. hat nach einem schweren Unfall die Gaffer bespritzt. Wir blicken zurück und erklären, für wen die Geschichte gut ausging. Und für wen nicht.

Spitze, Spritze! Okay: Was sich Rudi H. (56) von der ­unterfränkischen Feuerwehr Waldaschaff in einer Ausnahmesituation da geleistet hat, war juristisch fragwürdig. Aber der Erfolg heiligt ja die Mittel… Anfang ­November ereignete sich auf der A3 ein schrecklicher Unfall. Drei Menschen ­starben, als zwei Lastwagen bei ­Weibersbrunn verunglückten. Es bildete sich ein Mega-Stau, die Polizei und die Feuerwehr leiteten den Verkehr während der Bergung der Opfer an der Stelle ­vorbei. Doch viele – „fast jeder Dritte“, ­erzählt Rudi später – „griff zum Handy und filmte.“ Da griff der Feuerwehrmann mit Leib und Seele auch zu was. Und zwar zum Schlauch!

Er spritzte in Richtung der Gaffer-Fahrzeuge

In Absprache mit der Polizei, hieß es zunächst, die dank Wasser auf Blech wusste, wer gefilmt hatte. Nachdem die Sache immer ­weitere Kreise zog und nachdem Rudis Wasser-Marsch-Aktion landauf, landab diskutiert wurde, revidierte man bei der Polizei ­diese Absprache. Denn: „Für Ahndung bei Verkehrsbehinderung sind ausschließlich wir zuständig.“ Auch der Staatsanwalt prüfte die Schlauch-Affäre hinsichtlich ­eines gefährlichen Eingriffs in den ­Straßenverkehr. Offenbar bekam man nasse Füße. 

Für die Gaffer ging die Geschichte nicht gut aus

Doch es ging dann doch ­alles gut aus – bloß nicht für die Gaffer, die 100 Euro Bußgeld plus einen Punkt in Flensburg aufgebrummt bekamen. Denn die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg sah keinen Anlass, ein Strafverfahren einzuleiten. Auch Anzeigen gegen den Feuerwehrmann, dem viel Sympathie entgegengebracht wurde, blieben aus. Und Rudi durfte sogar bei Antenne ­Bayern einen selbstgeschriebenen Song zum Besten geben – mit dem Titel „Gaff nicht!“ 

mc

 Fotos: News5/Merzbach, Antenne Bayern

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