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Die kleinen Schauspieler kennen die Geschichten von Cassetten.

Film ab für die "Fünf Freunde"

Essing - Hund Timmy kann auf Kommando bellen, ist doch ganz klar. Einen Riesenspass hatten die großen und kleinen Schauspieler bei den Dreharbeiten von “Fünf Freunde“.

Das Wetter folgt leider keinem Drehbuch. Vier der “Fünf Freunde“ müssen sich an diesem Drehtag immer wieder ihre Regenjacken überziehen. Hund Timmy, den Fünften im Bunde, stören die Tropfen dagegen nicht. Regisseur Mike Marzuk (“Rock it!“, “Sommer“) verfilmt derzeit den Kinderbuchklassiker der britischen Autorin Enid Blyton (1897-1968) über eine der berühmtesten Kinderbanden. Einige Szenen entstehen in Bayern - so auch auf der Burgruine Randeck im niederbayerischen Essing (Kreis Kelheim). Die Burg wird im Film im Wasser stehen - allerdings nicht wegen des vielen Regens, sondern weil sie laut Buchvorlage auf einer Felseninsel im Meer steht.

Spass bei den Dreharbeiten

Dreharbeiten für "Fünf Freunde"

Planänderungen ist die Crew nach sieben Wochen Drehzeit gewohnt. “Das Wetter war nicht nur in Ostbayern, sondern auch an der Küste nicht so doll“, sagt Produzent Andreas Ulmke-Smeaton. Vorher filmte das Team schon in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Noch bis Mitte August stehen vier Kinder als George, Julian, Dick und Anne vor der Kamera - gemeinsam mit Hund Timmy, dem Fünften im Bunde. Die Produktion soll 2012 in die Kinos kommen.

Produzent Ulmke-Smeaton kennt sich aus mit Kinderbuchverfilmungen: Er produzierte schon “Die wilden Kerle“. Aufgewachsen in einer Buchhandelsfamilie, sei es schon immer sein Traum gewesen, die “Fünf Freunde“ zu verfilmen, sagt er. “Es ist die Mutter aller Bandengeschichten.“ So ein Stoff bleibe einfach im Gedächtnis hängen.

Die Erwachsenen-Rollen sind mit Anja Kling “(T)Raumschiff Surprise - Periode 1“), Armin Rohde (“Der bewegte Mann“) und Johann von Bülow (“Das Fremde in mir“) prominent besetzt. Der zwölfjährige Münchner Justus Schlingensiepen spielt im Film den Spaßvogel Dick. Über das Altmühltal sagt er: “Ich weiß nicht, ob ich hier leben könnte.“ Er sei ein Stadtmensch. Die “Fünf Freunde“ waren ihm schon vor Drehbeginn ein Begriff - in der Schule musste er einmal ein Referat über eines der Bücher halten. Sein junger Schauspielerkollege Quirin Oettl (Julian) fühlt sich mit zwölf Jahren schon zu alt, um “solche Bandensachen“ anzusehen oder zu lesen. Dann schon lieber “Spiderman“.

Die zehnjährige Neele Marie Nickel, im Film die vernünftige Anne, kannte die Hörspielversion der Abenteuerbücher. Es sei zwar ihr erster Film, aber das Textlernen falle ihr leicht: “Du liest es einmal und du hast es.“ Ihr Vater habe die “Fünf Freunde“ immer “total blöd“ gefunden, erzählt sie - und fügt schnell hinzu, das Drehbuch habe ihm aber sehr gefallen.

Timmy kann auf Kommando bellen

Die zwölfjährige Valeria Eisenbart, die den Part der jungenhaften

Das erste Abenteuer der Kinderdetektive, deren Erfinderin Blyton auch die Geschichten über die Zwillinge “Hanni und Nanni“ schrieb, erschien als Buch bereits vor rund 70 Jahren. Im Kinofilm verbringen die Freunde zum ersten Mal ihre Ferien zusammen - und schlittern direkt in ein aufregendes Abenteuer: Sie sind Entführern auf der Spur, die es auf Georges Vater abgesehen haben. Die Gauner wollen an die Forschungsergebnisse des Wissenschaftlers herankommen. Weil niemand den Kindern glaubt, müssen sie den Bösewichten allein das Handwerk legen.

Bei der Schauspielerei wollen alle vier Nachwuchstalente bleiben. Die beiden Mädchen träumen davon, einmal Piraten zu spielen. “Auf jeden Fall mal ganz wilde Leute“, sagt Neele Marie mit leuchtenden Augen.

dpa

 

George verkörpert, ist am Set vor allem vom Filmhund Timmy begeistert. “Er kann auf Kommando bellen, er kann sich süß hinlegen und man kann ihn “erschießen“.“ Er stelle sich dann tot, erklärt sie. Bevor die “Fünf Freunde“ 2012 ins Kino kommen, ist Valeria im Film “Wickie auf großer Fahrt“ zu sehen. Die Rolle der George wollte sie so gern spielen, dass sie sich dafür sogar die Haare kurz schneiden ließ.

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