Fleisch-Prozess: Bewährung für die Ekel-Helfer

Augsburg - Der Augsburger Prozess um einen der größten Ekelfleisch-Skandale in Deutschland ist am Mittwoch für zwei der drei Angeklagten mit Bewährungsstrafen zuende gegangen.

Ein 54 Jahre alter Angeklagter erhielt eine Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung wegen gewerbsmäßigen Betrugs und Beihilfe in jeweils elf Fällen sowie eine Geldauflage von 10 000 Euro. Ein 70-Jähriger Angeklagter, der lediglich der Beihilfe schuldig ist, erhielt ein Jahr und drei Monate Haft auf Bewährung. Er muss zudem 1800 Euro an eine gemeinnützige Stiftung zahlen.

Der Hauptangeklagte, ein Fleischfabrikant aus dem schwäbischen Wertingen, hatte am Wochenende einen leichten Herzinfarkt erlitten und konnte an der Verhandlung nicht teilnehmen. Das Verfahren gegen ihn wurde abgetrennt.

Der Wertinger Fleischfabrikant soll mit Hilfe der Geschäftspartner nicht für den Verzehr geeignetes Fleisch umetikettiert und vor allem an Berliner Dönerhersteller verkauft haben. Insgesamt soll es sich dabei um 150 Tonnen gehandelt haben. Zu Prozessbeginn hatten die beiden Geschäftspartner Geständnisse abgelegt, nachdem der Vorsitzende Richter ihnen dafür Bewährungsstrafen zugesichert hatte. dpa

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