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Im Nürnberger Hauptbahnhof wurde offenbar eine Fliegerbombe entdeckt.

Verspätungen und Ausfälle im Bahnverkehr

Fliegerbombe entschärft - Tausende von Evakuierung betroffen

Bei Gleisarbeiten wird eine Fliegerbombe gefunden. Tausende Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen. Eine schlaflose Nacht bleibt ihnen aber erspart.

Nürnberg - Am Nürnberger Hauptbahnhof ist am Montagabend eine Fliegerbombe ohne Zwischenfälle entschärft worden. „Das Wichtigste ist geschafft“, twitterte die Polizei danach. Nach Angaben der Stadt lief alles reibungslos. „Die Anwohner können in ihre Wohnungen zurückkehren.“ Der Zugverkehr sei wieder freigegeben worden. Laut Stadtverwaltung sollten am Abend die gesperrten Straßen nach und nach wieder befahrbar sein.

Zuvor hatte sich die Entschärfung verzögert, weil die Evakuierung der betroffenen Gebiete länger als geplant gedauert hatte. Dazu hätten vor allem die viele Krankentransporte beitragen. 72 seien es gewesen, sagte eine Sprecherin. Einige Bewohner seien mit Drehleitern aus ihren Häusern geholt worden. Mehr als 370 Einsatzkräfte von Polizei, Berufsfeuerwehr, freiwilligen Feuerwehren, Rettungsdiensten und Technischem Hilfswerk waren den Angaben nach im Einsatz.

Ursprünglich sollte um 18.15 Uhr mit der Entschärfung begonnen werden, der Termin wurde dann auf 19.00 Uhr verschoben. Wie die Feuerwehr mitteilte, waren rund 4000 Menschen im Umkreis von etwa 300 Metern um den Fundort betroffen.

Der Hauptbahnhof selbst musste nicht geräumt werden, mit Beginn der Entschärfung der Bombe wurde jedoch der Zugverkehr eingestellt. Während der Arbeiten der Sprengstoffexperten sollte ein extra angeforderter Güterzug als eine Art Schutzmauer dienen, hieß es.

Die amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg war am Vormittag bei Gleisarbeiten entdeckt worden. Es handelte sich um eine 45-Kilo-Bombe, die etwa 20 bis 25 Kilogramm Sprengstoff enthielt.

ses/dpa

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