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Monika Frischholz wird seit 43 Jahren vermisst. Die Ermittlungsgruppe wurde jetzt aufgelöst.

Seit 1976 verschwunden

Schülerin (12) seit 43 Jahren vermisst: Ermittlungsgruppe aufgelöst

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Monika Frischholz (12) wird seit 43. Jahren vermisst. Die Schülerin verschwand im Mai 1976. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlergruppe aufgelöst.

Update vom 28. Oktober 2019: Seit 43 Jahren wird Monika Frischholz in der Oberpfalz vermisst - nun hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungsgruppe aufgelöst. „Die Sache ist damit aber nicht ein für alle Mal beendet“, betonte der Leitende Oberstaatsanwalt Gerd Schäfer am Montag. „Die Auswertung der Hinweise läuft noch, vielleicht ergibt sich noch ein Ansatz.“

Die damals zwölfjährige Schülerin aus Flossenbürg (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) ist seit dem 25. Mai 1976 verschwunden. Nach Erkenntnissen der Polizei verlor sich ihre Spur, nachdem sie ihr Elternhaus verlassen hatte. Die Beamten gehen davon aus, dass jemand die Schülerin ermordet hat.

Vergangenes Jahr waren laut Staatsanwaltschaft die Ermittlungen wiederaufgenommen worden. „Es gab durchaus konkrete Anhaltspunkte, dass man endlich den Täter hätte finden können“, sagte Schäfer. Selbst Taucher waren im Einsatz, zuletzt wurde in einer alten Scheune gegraben - ohne Ergebnis.

Vermisste Monika Frischholz (12): Polizei gräbt wieder

Update vom 27. Mai 2019: Auf der Suche nach der seit 43 Jahren vermissten Monika Frischholz haben die Ermittler erneut mit Grabungen begonnen - dieses Mal in einer alten Scheune nahe Flossenbürg. Spezialisten untersuchten am Montagmittag den Untergrund des Gebäudes im oberpfälzischen Georgenberg (Landkreis Neustadt an der Waldnaab), wie die Polizei mitteilte. Es handele sich um einen weiteren möglichen Ablageort der Leiche der Schülerin. Ob die Ermittler tatsächlich menschliche Überreste finden, war zunächst offen.

Fall Monika Frischholz: Polizei gräbt wieder

Die damals zwölfjährige Monika Frischholz aus Flossenbürg ist seit dem 25. Mai 1976 verschwunden. Nach Erkenntnissen der Polizei verlor sich ihre Spur, nachdem sie ihr Elternhaus verlassen hatte. Ermittler hatten Mitte April an zwei Stellen in der Oberpfalz gegraben und vor rund zwei Wochen in einem Weiher Taucher eingesetzt - ohne Ergebnis.

Fall Monika Frischhholz: Scheune existierte schon zu der Zeit, als das Mädchen verschwand

Die Scheune, die die Ermittler am Montag inspizierten, existierte nach Angaben der Polizei schon, als Monika Frischholz verschwand. Sie sei in Privateigentum. Ob die Beamten dort Knochen oder weitere Beweise finden, war zunächst offen. Im Einsatz waren etwa 20 Polizisten, darunter Experten für Spurensicherung.

Originalmeldung vom 14. Mai 2019: Flossenbürg - Was passierte am 25. Mai 1976 in Flossenbürg? Diese Frage beschäftigt Ermittler bereits seit 43 Jahren. An jenem Tag verschwand die 12-jährige Schülerin Monika Frischholz spurlos, ist seither wie vom Erdboden verschluckt. Über die Jahrzehnte ist es ruhig geworden um den Fall, der ganz Deutschland bewegte. 

Bis Dezember 2018. Da klingelte bei der Polizei das Telefon. Ein Zeuge brachte durch einen neuen Hinweis Licht in die Sache, deutete auf einen Tötungsdelikt hin. Demnach konnte der Fußweg, den sie vor ihrem Verschwinden gegangen ist, ein Stück weiter nach verfolgt werden als bisher. So sei sie angeblich über die Floßerstraße bis zur Abzweigung nach Waldkirch gegangen - erst hier verliert sich jetzt ihre Spur. Detaillierte Infos zu dem neuen Hinweis gibt die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht bekannt. Allerdings schien er so brisant zu sein, dass die Polizei die neue Ermittlungsgruppe Froschau ins Leben rief. 

Monika Frischholz wird seit 43 Jahren vermisst. Die Ermittlungsgruppe wurde jetzt aufgelöst.

Fall Monika Frischholz: Es wird gegraben und getaucht

Demnach hätte die Polizei mit 50 Personen Kontakt aufgenommen, teilweise seien das auch Zeugen, die schon damals befragt wurden. Einige aber auch erstmalig. Die Beamten wälzen seither alte Akten, Dokumente und Zeugenaussagen. Sie machten schnell einen möglichen Fundort aus: Aus einer Kombination aus früheren Zeugenaussagen und neuen Hinweise haben die Ermittler mindestens zwei Stellen in der Oberpfalz ermittelt, an denen seit Mitte April gegraben wird. Zutage gefördert wurde aber statt einer Mädchenleiche ein alter VW-Käfer sowie Klamotten und Tierknochen.

Auch in einem Weiher suchten Taucher nach den Überresten des Mädchens. Spezialisten wechselten sich ab, der Einsatz galt aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse als schwierig. Gefunden wurde leider nichts. Aber die Grube voll mit Regen- und Grundwasser kann nun als Ablegeort ausgeschlossen werden. 

Fall Monika Frischholz: Ermittler sind zuversichtlich

Suche nach vermisster Schülerin Frischholz geht weiter

Die Ermittler sind zuversichtlich, dass der Fall gelöst werden kann. „Wir sind aufgrund unserer Ermittlungsarbeit und der heute gegebenen Techniken und Methoden zuversichtlich, auch nach der langen Zeit, den Ablageort von Monika Frischholz zu finden!“, so Oberstaatsanwalt Bernhard Voit gegenüber oberpfalzecho.de.

Anfang Februar 2019 ist nach Polizeiangaben der letzte Angehörige der Schülerin, ihr Bruder, gestorben. „Die Ermittlungen waren für ihn und die Familie stets belastend, dennoch war der Wunsch nach Aufklärung, bis zuletzt ungebrochen gegeben.“

Fall Monika Frischholz: Was passierte am 25. Mai 1976?

Mit dieser Grafik hat die Polizei nach der Vermissten gefahndet.

Der 25. Mai 1976 war ein schöner Frühlingstag. Der kleine Ort bereitete sich auf Christi Himmelfahrt in zwei Tagen vor. Auch bei der Familie Frischholz wird dem Feiertag entgegen gesehnt. Monika Frischholz, zwölf Jahre alt, saß nach dem Mittagessen mit ihrem Vater Willi Frischolz in der Küche an den Hausaufgaben. Er ist Pensionist. Ihre Mutter Ernestine, Hausfrau, spülte ab. Monika ist die jüngste von drei Geschwistern. Um kurz nach 15 Uhr verlässt das junge Mädchen, 1,60 Meter groß, mittelschlanke Figur, brünetter Haarschopf, ihr Elternhaus im Stieberweg in Flossenbürg. Sie sollte nie wieder zurückkehren.
Sie traf sich gegen 15.30 Uhr mit zwei Freundinnen im Ortskern des kleinen Dörfchens in der Oberpfalz. Sie tratschten über neuen Klatsch, der im Ort die Runde machte.  Es ging auch um Jungs. Augen hatte Monika für den Schlosser Paul, 18 Jahre alt. Über einen anderen Jungen ließ sie ihm ausrichten, dass sie ihn in Floß, einem sechs Kilometer entfernten Nachbarort, treffen möchte. Zu Fuß ist man eine gute Stunde unterwegs. Diese Nachricht erreichte Paul, der nicht sonderlich interessiert an ihr war, aber nie. 

Fall Monika Frischholz: Zeugin sah sie zum letzten Mal in der Floßerstraße

Eine Zeugin sah am Nachmittag, wie Monika in der Floßerstraße in Richtung des Ortes unterwegs war. Es ist das letzte Mal, dass das Mädchen lebend gesehen wird. Seit 43 Jahren ist das Verschwinden von Monika ein Rätsel, das ganz Deutschland bewegt. Kein Lebenszeichen, kein Fund, nichts deutete auf den Verbleib der 12-Jährigen hin.

Gerüchte gab es zahlreiche. Ein unbekannter Autofahrer soll sie angesprochen haben in Floß in einem zitronengelben Opel Kadett. Diese Aussage sollte sich später allerdings als falsch herausstellen. Auch das Monika in einem nahe gelegenen Steinbruch vergraben wurde, konnten die Ermittlungen nicht bestätigen.  

Ein Jahr später, 1977, berichtete die beliebte Fernsehsendung Aktenzeichen XY ungelöst über die Vermisste. Gefunden wurde sie trotzdem nie.

Acht Jahre, nachdem Daniel Schreiner auf dem Seitenstreifen der Autobahn Bonn-Nord gefunden wurde, erhoffen sich Ermittler durch eine TV-Sendung neue Hinweise.

Ermittler erhoffen sich im Fall eines noch ungelösten Cold Case Hinweise durch Zuschauer der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“. Wer tötete Anja und Vanessa?

dpa

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