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Bezirke geraten unter Druck

Flüchtlinge: Chaos in München zieht Kreise

München - Die Flüchtungswelle überrollt die Landeshauptstadt und die Bezirke geraten zunehmend unter Druck. In München herrscht Chaos, Oberbayern muss dieses Jahr noch 4500 Menschen aufnehmen

Nachdem die Flüchtlingssituation in der Münchner Erstaufnahmeeinrichtung eskaliert ist, wächst der Aufnahmedruck auf Landkreise und Regierungsbezirke. In der Nacht zum Freitag hatten 150 Asylbewerber vor der Bayernkaserne mit einem Sitzstreik gegen die Überfüllung demonstriert. Als Notmaßnahme hatte die Regierung von Oberbayern 120 Flüchtlinge in Zelten untergebracht. Sie gehören zum Wiesn-Übernachtungslager „The Tent“, werden aber am Donnerstag abgebaut. Bis dahin sollen die Flüchtlinge laut Regierungsvizepräsidentin Maria Els in dezentrale Unterkünfte verlegt werden. Zurzeit kommen täglich rund 300 Flüchtlinge in München an.

Zelte waren in Oberbayern bisher tabu, lieber sah man die Flüchtlinge in festen Gebäuden. Dabei stehen auch in Zirndorf längst Zelte. Noch bis in den späten Herbst sei mit hohen Zugängen zu rechnen, sagt Regierungssprecher Florian Schlämmer. Die Münchner Erstaufnahme hat inzwischen sieben meist nur provisorische Zweigstellen. Die dritte Erstaufnahme in Deggendorf startet im Januar. Derzeit wird etwa die Hälfte der Neuankömmlinge aus München bundesweit verteilt, die andere kommt nach Oberbayern, Niederbayern und Schwaben. Oberbayern muss laut Schlämmer heuer noch etwa 4500 neue Flüchtlinge aufnehmen: „Wir brauchen dringend Unterkünfte.“

Münchens OB Dieter Reiter (SPD) rügte Versäumnisse der Staatsregierung. In dieser „Notsituation“ müsse nun in Tagesfrist entschieden werden. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) müsse „seine Durchgriffsrechte wahrnehmen“.

Die EU-Innenminister haben sich auf eine Strategie geeinigt. Die Länder wollen künftig einheitlich mit Flüchtlingen umgehen und Italien bei der Registrierung unterstützen. Im Kampf gegen die Schlepperbanden soll die Zusammenarbeit mit afrikanischen Behörden verstärkt werden. Die „Mare Nostrum“-Mission wollen die Innenminister durch die EU-Mission „Triton“ mit stark verkleinertem Rettungsgebiet ersetzen. Ein Quotensystem soll helfen, Flüchtlinge gleichmäßiger zu verteilen.

chu

Rubriklistenbild: © dpa

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