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Interaktive Karte: Welche Gemeinden wie viele Flüchtlinge aufgenommen haben

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    Katrin Woitsch
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München – Die Zahl der Asylbewerber ist zurückgegangen. Die Bundespolizei will trotzdem noch nicht von einer Entspannung sprechen. Im Datenprojekt von Merkur.de sehen Sie, welche Gemeinde, wie viele Flüchtlinge aufgenommen hat.

Wenn Sie auf die einzelnen Gemeinden klicken, klappen die Daten auf. Die Blautöne zeigen, wie hoch der Asylbewerberanteil zur Gesamtbevölkerung ist.

Es ist keine vier Wochen her, dass täglich bis zu 3000 Flüchtlinge über Bayerns Grenze kamen. Monatelang waren die Zahlen hoch. Mitte Februar sind sie plötzlich stark zurückgegangen. Es gab sogar Tage, an denen der Bundespolizei Rosenheim gar keine Flüchtlinge von den österreichischen Kollegen übergeben wurden. „Am 1. März waren es bayernweit nur 90 Flüchtlinge“, sagt Bayerns Bundespolizei-Sprecher Thomas Borowik. „So einen niedrigen Wert gab es selten.“

Inzwischen kommen täglich rund 500 Flüchtlinge. Wie lange das so bleibt, weiß niemand, sagt Borowik. „Die Situation kann sich innerhalb von Stunden völlig ändern.“ Von Entspannung will er noch nicht sprechen. „Alle unsere Kräfte sind weiterhin im Einsatz und kontrollieren zur Zeit verstärkt kleine Grenzübergänge, um Schleuser aufzugreifen.“

Die Helfer in den Unterkünften hingegen spüren die Entlastung. Im Warteraum in Erding sind erst am Mittwoch wieder Flüchtlinge angekommen. „Die Tage davor waren alle Betten leer“, sagt ein Sprecher des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Auch in der Unterkunft in Dornach (Kreis München) sind derzeit nur 210 der 450 Plätze belegt. Noch vor einigen Wochen war die Unterkunft brechend voll, mitten in der Nacht kamen Busse und brachten neue Menschen, sagt Gerhard Bieber, der die Einrichtung für die Johanniter leitet. Die frei gewordenen Kapazitäten nutzen die Helfer, um Deutschkurse zu organisieren oder die Flüchtlinge beim Behördengang zu unterstützen. „Vorher waren solche Integrations-Maßnahmen nicht möglich.“

Zahl der Flüchtlinge schwankt

Dabei ist Dornach ein Spezialfall. Seit Dezember ist die Einrichtung keine Notunterkunft mehr, in die die Flüchtlinge direkt von der Grenze gebracht werden, sondern eine Übergangsunterkunft. Sie ist der Erstaufnahme nachgeschaltet. Heißt: Hierher kommen registrierte Asylbewerber, für die eine Unterkunft gesucht wird. Die Menschen bleiben also auch länger in Dornach als noch vor einigen Wochen. Jedenfalls im Moment. Sollten die Zahlen an der Grenze wieder steigen, sagt Bieber, „würde sich auch bei uns die Situation wieder verändern“.

Die Zahl der Flüchtlinge schwankt. Um einen kleinen Überblick zu gewährleisten, werden wir ab sofort monatlich die Zahlen für die Landkreise in unserem Verbreitungsgebiet veröffentlichen. Dabei gibt es einige Spezifika zu beachten. Das fängt schon damit an, dass nicht alle Landkreise ihre Zahlen auf die gleiche Art und Weise erfassen. Manche Kreise rechnen zum Beispiel die „Fehlbeleger“ – anerkannte Flüchtlinge, die aus Wohnungsmangel noch in einer Asyl-Unterkunft leben – mit, andere nicht. In Erding etwa leben noch 167 Fehlbeleger in Unterkünften. Wir haben sie in diesem Fall und wo es sonst möglich war, aus unseren Zahlen herausgerechnet.

Auch die Herausforderungen sind sehr unterschiedlich. In der Stadt Rosenheim etwa kommen wegen der Nähe zur Grenze besonders viele unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (umF) an. Von den 894 Flüchtlingen, die sich im Februar in Rosenheim aufhielten, waren alleine 505 umF. Wer die Werte vergleicht, sollte das im Kopf haben. Zur Anmerkung: Der Kreis Rosenheim konnte uns keine Zahlen liefern.

Rubriklistenbild: © Screenshot

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