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Der Flughafen Memmingen wird für zwei Wochen komplett gesperrt. Grund ist eine Verbreiterung der Start- und Landebahn. (Archivbild)

Im September

Flughafen Memmingen war zwei Wochen komplett gesperrt - Flugbetrieb geht weiter

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Der beliebte Flughafen Memmingen wurde im September für zwei Wochen gesperrt - aufgrund von Bauarbeiten. Jetzt nimmt der Flugbetrieb wieder Fahrt auf.

Update vom 1. Oktober 2019: Mittlerweile ist die Sperrung aufgehoben und die ersten Flugzeuge sind wieder gestartet.

Update vom 22. August 2019: Noch starten zahlreiche Passagiere vom Flughafen Memmingen in den Urlaub. Doch damit ist bald Schluss, zumindest vorübergehend. Denn vom 17. bis 30. September wird der Flughafen gesperrt - und zwar komplett. Grund ist eine Verbreiterung der Start- und Landebahn. Das teilte der Flughafen auf seiner Homepage mit.

Bereits seit Monaten wurden nachts Schächte ausgehoben und Kabel verlegt. „Bisher läuft alles nach Plan“, berichtet Airport Geschäftsführer Ralf Schmid. „Doch nun kommt der Höhepunkt, den wir seit Monaten akribisch mit unseren am Bau beteiligten Partnern vorbereiten.“ 

Flughafen Memmingen: Start- und Landebahn entspricht nicht internationalen Standards

Die Start- und Landebahn ist aktuell 30 Meter breit und stammt aus der militärischen Nutzung. Damit entspricht sie aber nicht internationalen und europäischen Standards. Deshalb wird sie auf 45 Meter verbreitert. 57.000 Tonnen Asphalt werden eingesetzt. 

Um möglichst wenige Übergänge und Nähte auf der Oberfläche zu erhalten und dadurch auch die Qualität des Belags zu verbessern, soll der Flughafen für zwei Wochen geschlossen werden. „Es wird auf jeden Fall ein Kraftakt“, so Ralf Schmid, „aber wir sind überzeugt, ihn gemeinsam mit den beauftragten Firmen erfolgreich zu schultern.“

Flughafen Memmingen zwei Wochen gesperrt: Umstellung für Fluggäste

In den Gemeinden Memmingerberg, Hawangen und Ungerhausen ist mit einem erhöhten Lkw-Aufkommen zu rechnen. Dafür entschuldigte sich Schmid schon im Vorhinein. „Wir versuchen aber auf jeden Fall die Belastungen so gering wie möglich zu halten und bedanken uns für das Verständnis.“

Für die Fluggäste wird es auf jeden Fall eine Umstellung. Ryanair hat für den Zeitraum alle Flüge von und nach Memmingen gestrichen, Wizz Air und einige Charterflieger weichen auf andere Flughäfen aus. 

„Wer für diesen Zeitraum einen Flug gebucht hat“, so Marketingleiterin Marina Siladji, „sollte die Hinweise auf seinem Ticket überprüfen und bei Unklarheiten die Fluggesellschaft kontaktieren.“ 

Flughafen Memmingen: Bauarbeiten dauern noch bis 2021

Das Terminal bleibt während der Bauarbeiten geöffnet, der Informationsschalter und die Parkzentrale sind von 9 bis 18 Uhr besetzt, heißt es auf der Homepage weiter. Der Allgäu Airport Express, Flixbus und die ÖPNV-Linie vom Bahnhof Memmingen zum Terminal werden ihren Betrieb während der Bauarbeiten einstellen.

Neben der Verbreiterung der Start- und Landebahn werden beispielsweise auch das Landesystem erneuert sowie die Gepäckhalle erweitert. Mit einem Abschluss aller Arbeiten ist 2021 zu rechnen.

Flughafen Memmingen: Umbauarbeiten haben begonnen

Update vom 8. März 2019: Am Allgäu Airport in Memmingen haben am Freitag Umbauarbeiten begonnen. In den kommenden Monaten werden unter anderem die Start- und Landebahn um 15 Meter erweitert und die Gepäckhalle vergrößert. Bagger und Arbeiter rücken nachts an, so dass der Flughafen tagsüber gewohnt betrieben werden kann. 

„Die Hauptarbeiten beginnen erst im September“, sagt ein Sprecher. Dann wird der Flughafen vom 17. bis 30. September geschlossen. Die Fluggesellschaft Ryanair hat für diese zwei Wochen alle Verbindungen von und nach Memmingen gestrichen. Wizz Air und einige Charterflieger werden andere Flughäfen nutzen. Wegen einer Verzögerung des Baubeginns sind die Kosten bereits jetzt höher als die geplanten 17,7 Millionen Euro. Ein Großteil der Gesamtkosten wird der Freistaat Bayern übernehmen. Die Bauarbeiten sollen im Jahr 2020 abgeschlossen werden.

Erstmeldung: Endlich: Ausbau des Flughafens Memmingen in Aussicht

Memmingerberg - Nach jahrelangen Verzögerungen soll im kommenden Jahr der Ausbau des Allgäu Airports bei Memmingen erfolgen. Der erste Spatenstich für das etwa 21 Millionen Euro teure Projekt wurde am Freitag gesetzt. „Der Allgäu Airport entwickelt sich hervorragend, stärkt den Wirtschafts- und Tourismusstandort Schwaben und ist eine feste Größe in Deutschlands Flugverkehr“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) aus Anlass des symbolischen Baustarts.

Große Sorge im Berchtesgadener Land: Offenbar stürzte am Donnerstag eine Maschine ab. Die Suche nach dem Wrack geht am Freitagmorgen weiter.

Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im kommenden Frühjahr

Derzeit liefen vorbereitende Maßnahmen für die geplanten Tiefbau- und Elektroarbeiten, teilte der Flughafen mit. Die eigentlichen Bauarbeiten zur Sanierung und Verbreiterung der Start- und Landebahn beginnen nach dem Zeitplan erst im kommenden Frühjahr; im Jahr 2020 soll das Projekt abgeschlossen sein.

Wegen des Ausbaus hatte es zunächst mehrere Klagen gegeben. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte diese im Sommer 2015 zurückgewiesen. Anschließend dauerte die Prüfung der Subventionen des Freistaats, der mehr als die Hälfte der Kosten übernimmt, bei der EU länger als geplant. Mittlerweile nutzen mehr als eine Million Passagiere pro Jahr den Allgäuer Flughafen bei steigender Tendenz. Währenddessen werden ebenfalls in Memmingen zwei geflohene Strafgefangene gesucht, die Polizei ist mit einem Großaufgebot unterwegs.

Auch am Flughafen München wird gebaut: 14 große Bauprojekte parallel. Die wenigsten betreffen den Flugverkehr. (Merkur.de*) Nach 30 Jahren Diskussion und Planung hat der Bau des S-Bahn-Ringschlusses zwischen dem Flughafen und Erding offiziell begonnen. Im vergangenen Jahr erfolgte der Spatenstich für den Tunnel im Osten des Airports. (Merkur.de*) Mittlerweile hat die Bewegung Fridays for Future den Flughafen München erreicht. Sie fordert die Beerdigung der dritten Start- und Landebahn sowie die Streichung der Subventionen für Fluggesellschaften, wie Merkur.de* berichtete.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

dpa

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