Schuldfrage geklärt

Flugshow-Unglück: Strafbefehl für den Piloten

Hersbruck - Eine Tote, über 30 Verletzte: Vor gut vier Jahren stürzte bei einer Flugshow ein Doppeldecker in die Zuschauer. Das Gericht hat nun den Strafbefehl erlassen.

Gut vier Jahre nach dem tödlichen Unfall bei einer Flugschau in Lauf-Lillinghof nahe Nürnberg ist ein Strafbefehl gegen den Piloten der Unglücksmaschine ergangen. Das Amtsgericht Hersbruck habe eine Bewährungsstrafe von sechs Monaten und eine Geldbuße von 6000 Euro wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung festgesetzt, wurde am Dienstag mitgeteilt. Sollte der Pilot den Strafbefehl akzeptieren, bliebe ihm ein Prozess erspart.

In der Begründung des Gerichts heißt es, bei einer mehrstündigen gerichtlichen Anhörung von zwei Sachverständigen Anfang Dezember sei ein Fehlverhalten des Piloten deutlich geworden. Eine weitere Beweisaufnahme habe sich damit erübrigt. Damit bleibe auch Angehörigen der Oper eine belastende Hauptverhandlung erspart. Ein von dem Piloten gesteuertes Doppeldecker-Flugzeug war im September 2010 ins Publikum gerast. Eine 46-jährige Frau starb, 34 Besucher wurden verletzt.

lby

Rubriklistenbild: © dpa

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