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Das Flugzeug stürzte kurz nach dem Start ab

Flugzeugabsturz: Mädchen außer Lebensgefahr

Hemau - Eine Familie aus Hemau ist in Kenia mit einer Propellermaschine verunglückt. Die Mutter und der 14-jährige Sohn kommen dabei ums Leben. Die Mädchen sind inzwischen außer Lebensgefahr.

Endlich einmal alle gemeinsam einen Urlaub verbringen. Gemeinsam ein fremdes Land besuchen, Entspannung und Erholung. Familienleben – wie es sonst viel zu selten vorkommt. Eine Familie aus Hemau in der Oberpfalz wollte genau das in Kenia finden. Doch bei einem Ausflug in den Massai-Mara-Nationalpark passiert die Tragödie: Kurz nach dem Start stürzt das kleine Propellerflugzeug ab, mit dem die Oberpfälzer den Park überfliegen wollten. Die Mutter und der 14-jährige Sohn kommen dabei ums Leben.

Zu fünft waren sie von München aus nach Nairobi gestartet: der Vater, einer der Geschäftsleiter eines großen Marken-Discounters mit Sitz im Landkreis Schwandorf, seine Ehefrau und die drei Kinder (24, 22, 14 Jahre). Es sollte ein Erholungsurlaub werden. Der Traum von der Afrika-Reise ging endlich in Erfüllung. Vor allem der 14-jährige Sohn und dessen Mutter hatten sich so sehr auf den Flug über den Nationalpark gefreut.

Deshalb wählen sie auch am Mittwoch den Sitz hinter den Piloten, um möglichst viel zu sehen. Der Rest der Familie nimmt dahinter Platz mit anderen Touristen aus den USA und Tschechien. Kurz nach dem Start geht etwas schief, die Maschine gerät ins Straucheln, stürzt dann in die Tiefe. Die Oberpfälzerin und ihr Sohn sind sofort tot, genauso wie die beiden Piloten. Die beiden Töchter werden schwer verletzt. Der Vater bleibt unverletzt – kommt aber wie alle anderen Touristen vorsichtshalber in eine Klinik. Die Flying Doctors sind zuerst am Unglücksort. Sprecherin Bettina Vadera: „Der Vater stand unter Schock, aber wir haben versucht, ihn zu unterstützen, denn seine beiden Töchter brauchten ihn dringend.“

In der Heimat in Hemau verbreitet sich die Nachricht wie ein Lauffeuer. Die Familie ist im Ort bekannt, engagiert sich im kulturellen Bereich sowie im Fasching. Bürgermeister Johann Pollinger sagte zur Mittelbayerischen Zeitung: „Man hört tagtäglich von solchen Unglücksfällen, aber wenn so etwas im eigenen Umfeld passiert, dann trifft das einen sehr hart.“

Die beiden Mädchen der Familie sind mittlerweile außer Lebensgefahr und sollten zum Wochenende gemeinsam mit ihrem Vater für die weitere medizinische Betreuung nach Deutschland geflogen werden.

tz

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