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Flammen-Inferno in der Nacht: Landwirte helfen Feuerwehr bei Großeinsatz in Bayern

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Von: Katarina Amtmann

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Feuerinferno in der Nacht
Großeinsatz für die Feuerwehr bei Forchheim. © vifogra / Redaktion

In Forchheim brannte eine Scheune. Die Flammen drohten auf weitere Gebäude überzugreifen. Auch die trockene Vegetation war ein Problem.

Forchheim - Flammen sorgten am Sonntagabend, 14. August, in Kersbach (Stadtteil von Forchheim) für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Gemeldet war laut Vifogra zunächst lediglich eine brennende Freifläche.

Trockene Vegetation in Forchheim: „Feuer kann sich schnell ausbreiten“

Vor Ort stellten die Einsatzkräfte demnach fest, dass eine Scheune in einem Waldgebiet brannte. Die Flammen drohten auf eine weitere Scheune und ein Gartenhaus überzugreifen.

Auch die trockene Vegetation machte den Feuerwehrleuten zu schaffen. „Aufgrund der trockenen Vegetation kann sich das Feuer sehr schnell ausbreiten. Deswegen liegt der Fokus der Maßnahmen momentan sehr stark darauf, die Ausbreitung zu verhindern“, zitiert Vifogra Christian Seiler, Kreisbrandmeister und Pressesprecher der Feuerwehren im Landkreis Forchheim, während des Einsatzes am Abend.

Weitere Feuerwehreinheiten wurden deshalb nachalarmiert, ebenso wie Landwirte und Landschaftsgärtner mit ihren Güllefässern. Darunter war auch Hermann Greif, Landwirt aus Pinzberg und gleichzeitig der Präsident des Oberfränkischen Bauernverbandes.

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Forchheim: Landwirte helfen Feuerwehr bei Einsatz - „Totale Selbstverständlichkeit“

Er und alle anderen Landwirte sind auf solche Situationen vorbereitet und haben mit Wasser gefüllte Güllefässer auf dem Hof stehen. Klingelt dann das Telefon und die Feuerwehr braucht Unterstützung, dann helfen die Landwirte aus. „Das ist ja eine totale Selbstverständlichkeit“, zitiert das Portal den Landwirt.

„Wir sind hier auf einer Staatsstraße zwischen Kersbach und Effeltrich. Die Wasserversorgung stellt sich hier etwas komplizierter da. Wir haben zwar ein Hydrantennetz in den beiden Ortschaften, haben jetzt aber auch von anliegenden Weihern eine lange Schlauchstrecke hier an die Einsatzstelle gelegt“, so die Feuerwehr dankbar über die Hilfe der Landwirte.

Feuerinferno in der Nacht
Flammen loderten am Sonntagabend bei Forchheim. © vifogra / Redaktion

Landwirte helfen Feuerwehr bei Einsatz mit Gülle-Fässern in Kersbach (Forchheim)

Wie viele Landwirte genau die Feuerwehr unterstützten, konnte Greif im Eifer des Geschehens nicht sagen: „Schwer zu sagen, aber ich denke einmal zwischen zwölf und fünfzehn sind jetzt gerade unterwegs. Die Fässer, die ich gesehen habe, waren irgendwo zwischen fünf Kubikmeter und fünfzehn Kubikmeter, also ich denke einmal so einhundert Kubikmeter Wasser sind da permanent im Einsatz“, so seine Schätzung während des Einsatzes.

Die Polizei ermittelt nun zur Brandursache. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in den Morgen. (kam)

Als Folge der Hitze und Trockenheit haben viele Gewässer in Bayern derzeit nur wenig Wasser. Angespannt ist die Lage auch in Nürnberg.

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