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Eine Bäuerin beim Melken einer ihrer Kühe.

CSU fordert fünfprozentige Kürzung der Milchproduktion

München - Angesichts des dramatischen Verfalls der Milchpreise fordert die CSU eine fünfprozentige Kürzung der Milchproduktion.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer und der Berliner Agrarstaatssekretär Gerd Müller plädierten am Mittwoch beide für eine Senkung der Milchquote. Sie schlossen sich damit einer Initiative von Agrarminister Helmut Brunner ( CSU ) an, der zunächst auf Skepsis in seiner eigenen Partei gestoßen war: "Ich schlage vor, die Milchmenge um 5 Prozent zu senken. Das wäre ein wichtiges und richtiges Signal", sagte Brunner im ZDF-Morgenmagazin.

Unterdessen setzten sich die Bauernproteste fort. Brunner wollte sich bei einem auf bayerisches Drängen einberufenen Sondertreffen der Agrarminister in Berlin für seine Forderung stark machen. Seehofer wird seinerseits kommende Woche nach Brüssel fahren, um sich dort bei der EU -Kommission für eine Rücknahme der Quotenerhöhung bei Milch einzusetzen. Das Vorgehen Brunners sei mit ihm abgesprochen, betonte Seehofer. "Er hat für den Weg, den er geht, die Unterstützung des Ministerpräsidenten." Brunner hatte seine Forderung erstmals vor zwei Wochen vorgebracht.

Im CSU-geführten Bundeslandwirtschaftsministerium stieß das aber zunächst auf große Skepsis, weil es dafür bislang keine Mehrheit unter den Bundesländern gibt. Seehofer warnte, die Landwirtschaft dürfe nicht in "das gleiche Dilemma" geraten wie die Finanzbranche, in der als Ergebnis des Konkurrenzprozesses nur noch große Firmen übrig blieben. "Wir wollen keine Agrarfabriken", sagte Seehofer. Staatssekretär Müller warnte in Kempten , ohne Rücknahme der Quotenerhöhung werde die deutsche Milchwirtschaft "an die Wand gefahren". Der Mengendruck müsse vom Milchmarkt genommen werden, um den Milchbauern wieder höhere Preise zu ermöglichen, verlangte Müller.

In Waldkraiburg nahe MÜhldorf am Inn demonstrierten etwa 100 Landwirte gegen den Preisverfall. "Auf unseren Bauernhöfen brennt es", sagte der oberbayerische Bezirksvorsitzende des Bauernverbandes und ehemalige CSU -Landtagsabgeordnete Max Weichenrieder. "Wir Bauern sind nicht Märtyrer, die auf dem Altar der Finanzgier geopfert werden dürfen." Weichenrieder hatte bei der Landtagswahl im vergangenen Herbst wie andere Vertreter des Bauernverbands in der CSU aus dem Landtag die Wiederwahl verpasst.

dpa

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