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Entwurzelt, umgeknickt: Nicht immer sind die Sturmschäden so offensichtlich wie hier im Raum Miesbach.

Tragödie in Uffing

Forstarbeiter tot: Wie gefährlich ist der Wald nach Niklas noch?

Uffing - Ein 19-Jähriger aus Schöffau ist bei Waldarbeiten in Uffing (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) ums Leben gekommen - die Sturmschäden wurden zur Todesfalle. Viele sind verunsichert: Wie gefährlich ist der Wald Monate nach dem Orkan Niklas noch?

Das Landwirtschaftsministerium weist darauf hin, dass die Aufräumarbeiten nach „Niklas“ in den betroffenen Waldgebieten nach wie vor in vollem Gang sind. „Es ist weiterhin höchste Vorsicht geboten, denn die Aufarbeitung von Sturmholz ist generell sehr gefährlich“, betont Sprecher Hubertus Wörner. Viele Stämme stehen noch unter Spannung. „Da braucht es schon Erfahrung, um abschätzen zu können, welche Konsequenzen der Schnitt mit der Motorsäge hat.“ Deshalb sollten Waldbesitzer auch nie alleine im Wald arbeiten.

Auch Waldbesucher sollten weiterhin vorsichtig sein, denn viele Bäume wurden durch den Sturm teilweise entwurzelt. Sie stehen schräg, oft an andere Bäume gelehnt und können unerwartet umfallen, betont Wörner.

Der 19-jährige Schöffauer war allein im Wald unterwegs als der Unfall passierte. Er wollte Bäume aufarbeiten, die durch den Orkan Niklas Ende März umgeworfen worden waren. Damals sind elf Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ums Leben gekommen.

roy/kwo

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