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Agrarminister Helmut Brunner (CSU)

Verbände fordern Korrekturen an Forstreform

München - Knapp fünf Jahre nach der Forstreform in Bayern haben nach einem externen Gutachter nun auch mehrere Verbände Korrekturbedarf angemeldet.

Sie warnen insbesondere vor einer weiteren Reduzierung der Zahl der Reviere und fordern wieder mehr Personal in der Fläche, wie Agrarminister Helmut Brunner (CSU) am Mittwoch im Agrarausschuss des Landtags berichtete. Zudem hätten auch die Verbände die mangelnde Zufriedenheit der Mitarbeiter und das schlechte Betriebsklima bei den Bayerischen Staatsforsten beklagt.

Stellungnahmen haben zuletzt unter anderem der Bund Naturschutz, der Waldbesitzerverband und der Bauernverband abgegeben. Auch Brunner räumte im Ausschuss erneut ein, dass die wesentlichen Ziele der Forstreform erreicht worden seien, dass man aber in einigen Bereichen nachbessern müsse. “Da und dort“ gebe es Verbesserungsmöglichkeiten.

Ein im Februar vorgelegtes Gutachten der Nürnberger Gesellschaft für Organisationsentwicklung hatte unter anderem geraten, zugunsten von ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit die Ertragsziele der Staatsforsten deutlich zurückzuschrauben. Anstatt der bisher angestrebten Umsatzrendite von rund 15 Prozent erscheine ein “Ergebniskorridor“ von 8 bis 12 Prozent nachhaltig erreichbar.

Diesen Vorschlag bewerten die beteiligten Verbände nach Angaben Brunners unterschiedlich. Während manchen Verbänden ein solches Renditeziel zu niedrig erscheine, beklagten andere, dass ein über mehrere Jahre festgesetztes Renditeziel ökologische und soziale Belange bei der Bewirtschaftung des Staatswaldes gefährde.

dpa

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