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Arctosa cinerea – eine Kiesbank-Wolfsspinne trägt Julia Höll stolz vor sich. Die 16-Jährige aus Gauting hat die Spinne just in dem Moment fotografieren können, als diese kurz zum Vorschein kam. Mit dieser Aufnahme gehört sie zu den Gewinnern des Wettbewerbs „Natur im Fokus“.

Fotowettbewerb

Das lange Warten auf die Spinne

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München - Mehr als 650 junge Fotografen im Alter zwischen sieben und 18 Jahren waren mit ihrer Kamera auf der Pirsch. Aufgerufen dazu vom Museum Mensch und Natur in München. Ihnen gelangen spektakuläre Naturaufnahmen.

Andere Mädchen in ihrem Alter wären wahrscheinlich schreiend davon gelaufen. Nicht so Julia Höll (16) aus Gauting (Kreis Starnberg). Die Schülerin legte sich mit ihrer Kamera sogar extra auf die Lauer – und ihr gelang es, eine Kiesbank-Wolfsspinne mit der Linse einzufangen. Preiswürdig. „Nachdem ich über eine halbe Stunde am Loch der Spinne, auf einer Kiesbank an der Isar, gewartet hatte, kam sie zumindest ein wenig zum Vorschein“, sagt die 16-Jährige. Das Warten hat sich gelohnt: Julia Höll gewann beim Fotowettbewerb „Natur im Fokus“ des Museums Mensch und Natur in München den 3. Preis in der Kategorie „Klein aber oho – Insekten und Co.“ in ihrer Altersgruppe.

Umweltministerin Ulrike Scharf und Kultus-Staatssekretär Georg Eisenreich konnten jetzt die Gewinner auszeichnen. Zuvor hatte die Jury die schwere Aufgabe, aus 1700 Bildern die spektakulärsten Fotos von Nachwuchsfotografen aus ganz Bayern auszuwählen. Mit unter den Gewinnern – und zwar in seiner Altersklasse sogar oben auf dem Siegerpodest – ist der elfjährige Simon Winter aus Peißenberg (Kreis Weilheim-Schongau). In der Kategorie „Alle Wetter!“ hat er ungewöhnliche Eiszapfen „eingefangen“: „Welche Formen Eiszapfen haben können“, staunt er. „Diese habe ich an unserem Balkongeländer entdeckt. Wahrscheinlich hat der Westwind sie geformt.“ Umweltministerin Scharf und Kultusstaatssekretär Eisenreich zeigen sich beeindruckt. „Alle Teilnehmer haben auf besondere Art und Weise in die Vielfalt der Natur gezoomt“, freut sich Scharf.

So jung und schon so großartige Fotografen

Durch so eine Fotosafari entdeckten die Jugendlichen die Natur hautnah. „Nur was man kennt, kann man auch schützen“, sagt Eisenreich. Daher sei es wichtig, dass Schüler sich mit der Pflanzen- und Tierwelt der Heimat auseinandersetzten.  

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