+
Karlheinz Schreiber.

Frage um Schreibers Steuerpflicht geklärt

Augsburg - Im Prozess gegen Karlheinz Schreiber hat das Landgericht Augsburg am Mittwoch die Frage nach der Steuerpflicht des früheren Waffenlobbyisten geklärt.

Der frühere Waffenlobbyist Karlheinz Schreiber (76) muss seine Einkünfte in Deutschland versteuern. Das Landgericht Augsburg wies am Mittwoch im Steuerhinterziehungsprozess gegen Schreiber einen Beweisantrag der Verteidigung zur Doppelbesteuerung Schreibers ab.

Die Verteidigung hatte geltend gemacht, der Angeklagte hätte in den Jahren 1988 bis 1993 einen Teil seiner Einkünfte in Kanada versteuern müssen, da er damals dort einen Geschäfts- und Wohnsitz hatte. Schreiber hat seit 1982 neben seinem deutschen Pass auch die kanadische Staatsangehörigkeit.

Das Gericht widersprach der Auffassung der Verteidigung und erklärte, alle über Schweizer Konten an Schreiber geflossenen Provisionen seien in Deutschland steuerpflichtig gewesen. Schreiber habe auch bislang keinen Hinweis erbracht, dass er für Geschäfte in Kanada jemals dort Steuern gezahlt hätte.

Schreiber (76) soll für die Vermittlung von Airbus-Flugzeugen nach Kanada und Thailand und für Fuchs-Panzer nach Saudi-Arabien rund 63 Millionen Mark an Provisionen über Schweizer Tarnkonten und Scheinfirmen kassiert und nicht versteuert haben. Nach einer Neuberechnung des Gerichts hat er dadurch rund 7,3 Millionen Euro Steuern hinterzogen haben. Schreiber bestreitet die Vorwürfe seit Prozessbeginn Ende Januar.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Supermarkt-Mitarbeiter öffnen Bananenkisten - und machen seltsamen Fund
Ein Mitarbeiter eines Supermarktes räumt Bananen aus einer Kiste. Unter den Südfrüchten entdeckt er Päckchen - gefüllt mit Kokain. Bei diesem einen Fund bleibt es aber …
Supermarkt-Mitarbeiter öffnen Bananenkisten - und machen seltsamen Fund
Polizei nimmt Fernreisebusse ins Visier
Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord beteiligte sich an einer bayernweiten Kontroll- und Fahndungsaktion. Dabei nahmen sie vor allem Fernreisebusse ins Visier. 
Polizei nimmt Fernreisebusse ins Visier
Schweinehoden an Haustür des Nachbarn gehängt
Ein jahrelanger Nachbarschaftsstreit in Unterfranken scheint zu eskalieren. Nun hat ein Mann seinem Nachbarn Schweinehoden an die Haustür gehängt. 
Schweinehoden an Haustür des Nachbarn gehängt
Anzeige statt Telefonnummer für Möchtegern-Casanova
Mit einer Verfolgungsjagd und einem riskanten Fahrmanöver hat ein Möchtegern-Casanova in Oberfranken die Handynummer einer Autofahrerin bekommen wollen.
Anzeige statt Telefonnummer für Möchtegern-Casanova

Kommentare