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Trüffel - der könnte bald auch aus Franken kommen.

Ein Pilotprojekt

Franken soll Trüffelland werden

Veitshöchheim - In Franken wurden jetzt "Trüffelbäume" gepflanzt. In Bayerns Norden soll ein ein Trüffelland enstehen. Das Pilotprojekt soll zeigen, ob sich der Anbau kommerziell rechnet.

Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) will Franken zur Trüffelregion machen. In einem nicht mehr genutzten Weinberg in Veitshöchheim (Landkreis Würzburg) ließ sie 117 „Trüffelbäume“ pflanzen - Haselnusssträucher und Eichen, deren Wurzeln mit dem Pilzgeflecht des Burgundertrüffels geimpft wurden.

Das Pilotprojekt solle auch andere Winzer und Obstbauern dazu animieren, Trüffelkulturen anzulegen, teilte die LWG am Freitag mit. Die Pflanzung wird wissenschaftlich begleitet und soll testen, ob sich der Anbau auch kommerziell rechnet.

Der Muschelkalkboden der Region sei gut geeignet für die Trüffelzucht, sagte LWG-Vizepräsident Hermann Kolesch. „Probesammlungen zeigen, dass die Qualität ausgesprochen gut ist.“

In Franken wachsen Trüffel auch in der Natur, allerdings stehen viele Sorten unter Naturschutz. Werden die Knollen dagegen gezüchtet, dürfen sie geerntet werden. „Franken ist Trüffelland und in ganz Deutschland auch der wohl beste Standort für den Pilz“, erklärte Professor Theo Eberhard von der Hochschule München.

Auch in anderen deutschen Regionen sind in den vergangenen Jahren Unternehmer in die Zucht der Edelpilze eingestiegen. Trüffel-Kenner wie der Autor Christian Volbracht („Trüffeln. Mythos und Wirklichkeit“) berichten von einer kleinen enthusiastischen Trüffelszene. Allerdings müsse sich erst noch zeigen, ob sich der Anbau rentiere. Die ersten „Frankentrüffel“ könnten nach Ansicht der LWG 2020 geerntet werden.

dpa

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