Frankenberger verklagt ZDF-Moderator

Passau - ÖDP-Bundeschef Sebastian Frankenberger wehrt sich: Der Passauer verklagt einen ZDF-Moderator – der hatte ihn einen „Jungfaschisten“ genannt. Am Mittwoch entscheidet ein Gericht darüber.

Sebastian Frankenberger, der das Rauchverbots in Bayern initiiert hat, sieht sich seit dem erfolgreichen Volksbegehren des öfteren Beleidigungen ausgesetzt. Doch jetzt wehrt sich der Passauer ÖDP-Bundeschef: Wie der Münchner Merkur in seiner Mittwochsausgabe berichtet, findet am Mittwoch ein Gerichtstermin statt. Frankenberger klagt gegen den Moderator und ZDF-Kulturchef Wolfgang Herles („aspekte“). Der hatte sich in einer Talkshow abfällig über den 30-Jährigen geäußert.

In der Sendung „Unter den Linden“ (Phoenix) hatte der 61-jährige Herles Menschen kritisiert, die sich gegen Fluglärm oder Nikotinqualm auflehnen. Ohne den ÖDP-Chef namentlich zu nennen, griff er Frankenberger als Musterbeispiel eines solchen Wutbürgers an, „der ihm absolut nicht behage“. Herles: „Nehmen wir diesen wild gewordenen Jungfaschisten, grün angestrichen, der in Bayern ein radikales Rauchverbot durchgesetzt hat.“

Frankenberger hat Herles in einem offenen Brief gebeten, sich für die Aussage zu entschuldigen. Herles antwortete ebenfalls öffentlich. „Davon ist keine Silbe zurückzunehmen“, teilte er mit. Medienanwalt Guido Gaudlitz, der Frankenberger vertritt, verurteilte das Verhalten. Er und sein Mandant klagten per einstweiliger Verfügung auf Unterlassung.

Am Dienstag, am Tag vor dem Gerichtstermin, gab Herles eine entsprechende Erklärung ab. Dennoch treffen sich die Parteien heute vor dem Landgericht Passau. Es handelt sich um einen Gütetermin, das Hauptsacheverfahren findet zu einem späteren Zeitpunkt statt. Der TV-Sender hat bereits reagiert und den Talkshow-Beitrag aus dem öffentlichen Archiv, der Mediathek, genommen. Auch mehrere Kopien auf Youtube sind mittlerweile gelöscht.

Rubriklistenbild: © dpa

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