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Franz Josef Strauß war ein Rennradfanatiker und hat auch selbst einige Rennen gewonnen.

Viele Einsendung nach Aufruf

Leser erinnern sich: Franz Josef Strauß spendete Soldaten Bier

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München - „Schicken Sie uns Ihre Erinnerungen an Franz Josef Strauß“ – so lautete ein Aufruf im „Münchner Merkur“ vor einigen Wochen. Zahlreiche Leser haben darauf geantwortet. Wir haben einige Schmankerl und Anekdoten ausgesucht.

Zahlreiche Leser haben auf den Aufruf "Schicken Sie uns Ihre Erinnerungen an Franz Josef Strauß" reagiert und ihre Fotos und Anekdoten über Begegnungen mit dem CSU-Alphatier geschickt. Man sieht: Strauß ist in der Erinnerung vieler Menschen noch sehr präsent – manch hübsche Geschichte war bisher in Schubladen verborgen und wird hier erstmals in einer Auswahl veröffentlicht.

Strauß, der Radler

Da sitzt er nun, der Franz Josef, auf seinem Rennrad der Marke Steyr-Daimler-Puch; der Sattel von Selle Royal, also Topqualität, der Lenker ein SR Japan, ebenfalls allererste Sahne. Das Rad – Radl sollte man besser nicht sagen – dürfte gut und gerne 2000 Deutsche Mark gekostet haben. Gekauft hat es FJS bei seinem Lieblingsradlhändler: Konrad Altmann, heute 85, war in der Münchner Radsportszene früher eine große Nummer. In seinem Geschäft in der Münchner Corneliusstraße gingen die Profis ein und aus. Didi Thurau, Eddy Merckx … Und eben der Strauß, der es im Radsport bekanntlich ziemlich weit gebracht hatte. Strauß war Süddeutscher Jugendmeister im Straßenrennen, 1934 gewann er das 210 Kilometer lange Rennen „Quer durch das bayerische Hochland“. „Ich erinnere mich gut, wie wir damals in dichtem Nebel die Serpentinen des Kesselbergs hinabsausten, zitternd vor Kälte und Anspannung, wie einer der Favoriten kollidierte, schon kurz vor dem Ziel, und besonders an den Augenblick, in dem ich meine Chance auf den Sieg erkannte und schließlich im Spurt um Handbreit gewann“, schrieb Strauß später. Er war nicht nur Mitglied beim FC Bayern München, sondern auch beim RC Amor, einem Münchner Radsportverein. So wie heutige CSU-Politiker gerne mal zum Fußball gehen, so ging Strauß zu Radrenn-Veranstaltungen, etwa dem Münchner Sechstagerennen. FJS war sich auch nicht zu schade, im Programmheft zu einem Damen-Sichtungsrennen in Grünwald einige Zeilen beizusteuern. Radsport begeisterte ihn zeitlebens, über Radtechnik und Schaltungen konnte er ewig fachsimpeln, erzählt sein Sohn Franz Georg. Das Foto oben stammt aus den 1970er-Jahren, als Strauß mit treuen Anhängern nach Andechs radelte. ­Direkt hinter ihm sitzt Konrad ­Altmann im Sattel. Als Strauß bei Starnberg den Berg rauf sollte, „dachte ich, jetzt steigt er aber ab“. Von wegen! „Er ist naufgefahren, schweißgebadet“, erinnert sich Altmann. „Er hat wirklich eine Härte g’habt.“ (Altmann/DW)

Strauß, der Großzügige

„Während meiner Bundeswehrzeit lernte ich Franz Josef Strauß als damaligen Verteidigungsminister anlässlich der Internationalen Militärwallfahrt 1962 in Lourdes kennen. Er besuchte das Zelt­lager der Gebirgsdivision, ich machte als Leiter meine Meldung. FJS fragte auf Bairisch: ‚Buam, wia geht‘s euch?’ ‚Uns geht‘s ausgezeichnet, Herr Verteidigungsminister, aber an Durst hama bei dieser Hitz‘n’, war meine spontane Antwort. Wenig später wurden anonym mehrere Kästen Bier in unser Zeltlager geliefert!“ (Kurt Schreiber via E-Mail)

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Franz Josef Strauß: Sein Leben in einer Multimedia-Reportage

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Münchner Merkur und tz haben zum 100. Geburtstag von Franz Josef Strauß eine Sonderbeilage herausgegeben. Diese können Sie hier für 1,99 Euro als E-Book herunterladen.

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