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Franz Müller

Franz Müller: Wird er von Bekannten versteckt?

Rosenheim - Die Polizei hat auf der Suche nach Franz Müller den Bad Feilnbacher Ortsteil Au durchkämmt. Während der mutmaßliche Doppelmörder weiter verschwunden bleibt, erzählte seine erste Ehefrau im Fernsehen über ihre Todesangst vor dem Ex.

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"Er hat mir gesagt, er wird nie aufhören mich zu suchen. Er wird mich finden und mich töten. Jetzt ist ihm alles egal.“ Was Franz Müllers erste Ehefrau am Dienstag dem TV-Sender RTL erzählte, ließ vermutlich keinen Zuschauer kalt.

Fotos: Die Suche geht weiter

Suche nach Doppelmörder geht weiter

Sie schilderte ihre Ehe als einziges Martyrium, während der Franz Müller sie geschlagen, vergewaltigt und vor den Augen ihrer Kinder umzubringen versucht habe. Die Tochter der Ex-Frau ergänzte, sie selbst habe Müllers Gewalttätigkeit ebenfalls zu spüren bekommen: Der Stiefvater habe ihr die Nase gebrochen. Im Moment stünden die beiden Rosenheimerinnen unter Polizeischutz, sie würden in einem Hotelzimmer leben. Die Angst, dass „er plötzlich am Fenster steht und an die Scheibe klopft“, lasse sie dennoch niemals los.

Unterdessen mutmaßten manche angesichts einer großen Suchaktion am Dienstag Nachmittag in dem Rosenheimer Ortsteil Fürstatt, der Gesuchte habe bei einem Zechkumpan Unterschlupf gefunden. Einen weiteren Großeinsatz hatte die Polizei in den frühen Morgenstunden des Dienstags in Au bei Bad Feilnbach. Die Mutter des Gesuchten hatte in der Nacht den Notarzt verständigt, die Polizei vermutete offensichtlich Müller als Grund für den Hilferuf. Die Beamten durchsuchten stundenlang den gesamten Ortsteil, Erfolg war allerdings auch dieser Aktion nicht beschieden.

Auch wenn die Polizei nach wie vor keine Angaben darüber macht, wann genau sich das unfassbare Verbrechen an Lacramioara M. und ihrem dreijährigen Sohn zugetragen hat, steht dennoch fest: Franz Müller ist seit spätestens Montagnachmittag der vergangenen Woche auf der Flucht. Ohne die Unterstützung Dritter dürfte er die vergangenen acht Tage – noch dazu als alkoholkranker Mann – nur schwer überstanden haben. Strafvereitelung nach Paragraf 258 StGB nennt sich diese Straftat, erklärt Volker Ziegler, Sprecher der Staatsanwaltschaft Traunstein dazu. Demnach würden sich alle Personen, die Müller in welcher Form auch immer Obdach gewährten, Geld oder Essen zukommen ließen, strafbar machen. Einzige Ausnahme bilden Verwandte, die als Fluchthelfer oder Alibi-Geber keine Sanktionen zu erwarten hätten. Laut Staatsanwalt Ziegler würden bislang aber „keine Anhaltspunkte für eine Strafvereitelung vorliegen.“

zip

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