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Wegen fahrlässiger Tötung ist die 40-jährige Krankenschwester verurteilt worden.

Frau erstickt, als die Pflegerin im Keller ist

München - Weil die Krankenschwester im Keller war, starb eine 74-jährige pflegebedürftige Frau. Die 40-Jährige ist nun wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden.

Die Frau hatte im ambulanten Pflegedienst eine bewegungsunfähige und künstlich beatmete Kranke betreut. Am 8. Mai 2008 hatte sich der Beatmungsschlauch aus der Halterung gelöst, die Angeklagte war zu der Zeit im Keller und hörte den Alarmton nicht. Der Ehemann hatte seine 74 Jahre alte, an Amyotrophischer Lateralsklerose leidende Frau eine Stunde später tot aufgefunden. "Was in dieser Stunde passierte, lässt sich nicht aufklären", sagte der Richter zur Urteilsbegründung.

Der Witwer - ein Arzt - hatte die Angeklagte und ihre Kolleginnen vom Pflegedienst schriftlich auf die Möglichkeit hingewiesen, dass der Schlauch sich lockern könnte. Bei laufender Waschmaschine sei der Alarmton im Keller aber schlecht zu hören. „Wenn ich wasche, weiß ich, dass ich mit einem Ohr am Gerät sein muss“, betonte der Zeuge. Der beauftragte Pflegedienst sei auf die Betreuung künstlich beatmeter Menschen spezialisiert. Die Angeklagte habe seine Frau nur ein Mal pro Woche betreut, „ihr fehlte die Routine der anderen Schwestern“, vermutete der Arzt.  Das Gericht verurteilte die Krankenschwester wegen fahrlässiger Tötung zu 1500 Euro Geldstrafe.

dpa

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