Frau in Badewanne ertränkt - Angeklagter schweigt vor Gericht

Nürnberg - Nach einem Streit um die Gartenarbeit hat ein Ehemann seine Frau in der Badewanne ertränkt. Nun sitzt der 69-Jährige auf der Anklagebank.

Vor Gericht schweigt der Ehemann des Opfers, doch im Prozess wegen Totschlags ist am Donnerstag ein früheres Geständnis des 69-Jährigen verlesen worden. Kurz nach der Tat im Oktober 2008 hatte der Mann gegenüber den Ermittlern zugegeben, seine Frau nach einem Streit in der Badewanne ertränkt zu haben. Anschließend habe er der Toten mit einem Messer Rückenverletzungen zugefügt, um einen tödlichen Sturz vorzutäuschen.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hatte sich das seit 44 Jahren verheiratete Ehepaar aus Nürnberg um die leidige Gartenarbeit gestritten. Die 65 Jahre alte Ehefrau warf ihrem Gatten vor, zu wenig mitzuhelfen. Der Streit soll den ganzen Tag gedauert haben, der Ingenieur habe sich von seiner Frau ungerecht behandelt gefühlt. Als die Frau am Nachmittag beschloss, ein Bad zu nehmen, folgte ihr der Ehemann laut Anklage in das Badezimmer. Dort soll er sie in die volle Wanne geschubst und ihren Kopf unter Wasser gedrückt haben. Das Urteil des Schwurgerichts Nürnberg-Fürth wird am kommenden Montag erwartet.

dpa

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