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Frauen-Skelett: Anklage gegen Ehemann

Neu-Ulm/Ulm - Zwei Jahre nach dem Fund von Skelettteilen und des Schädels einer Frau in Neu-Ulm hat die Staatsanwaltschaft Ulm Anklage gegen den Ehemann des Opfers erhoben.

Die Behörde wirft dem 47-Jährigen aus Ulm Körperverletzung mit Todesfolge und Betrug vor. Im Juli 2007 hatten Angler die Skelettteile der zunächst unbekannten Leiche in einem See im Neu-Ulmer Stadtteil Gerlenhofen gefunden. Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung konnte die Polizei über einen DNA-Abgleich mit Verwandten der Toten die Identität klären. Den Angaben zufolge handelt es sich um eine 1952 geborene Frau aus Ulm.

Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft hat der aus Kroatien stammende Mann seine Frau in der Zeit von Oktober 2002 bis Januar 2003 getötet. Die zu der Zeit 50 Jahre alte Frau soll er in ihrer damaligen Ulmer Wohnung im Streit derart heftig geschlagen haben, dass sie zu Boden gestürzt und mit dem Kopf auf dem Fußboden aufgeschlagen ist. An den dabei erlittenen inneren Verletzungen soll die Frau gestorben sein. Um seine Tat zu vertuschen, habe der Beschuldigte noch am selben Tag die Leiche in einen Müllsack gepackt und in einer von ihm gegrabenen Grube an dem See in Gerlenhofen verscharrt.

Der Beschuldigte sitzt seit April in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft bestreitet er, für den Tod seiner Ehefrau verantwortlich zu sein. Er räume jedoch ein, die Leiche vergraben und ihren Tod geheim gehalten zu haben. Dies ermöglichte ihm, die für seine Frau bestimmte Invalidenrente von monatlich etwa 600 Euro bis Sommer 2007 weiter zu beziehen. Dazu fälschte er auf Überweisungen die Unterschrift der Getöteten und überwies die Rente von ihrem Konto auf sein eigenes. Insgesamt soll er durch diesen Betrug zu knapp 30.000 Euro gekommen sein.

dpa

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