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Angelika Niebler (CSU) mit dem Plakat gegen Zwangsprostitution

"Größter Puff in Europa"

Kampagne gegen Zwangsprostitution gestartet

München - Die Frauen-Union startet eine Kampagne gegen Zwangsprostitution. Der CSU-Frauenorganisation gehen die diskutierten Änderungen des Prostitutionsgesetzes nicht weit genug.

„Wir drohen zum größten Puff in Europa zu werden“, sagte die Vorsitzende Angelika Niebler am Freitag am Rande des CSU-Parteitags in München. „Es ist nicht eine kleine Randgruppe, die betroffen ist, sondern die Zwangsprostitution ist mitten in unserer Gesellschaft angekommen.“

Schätzungen zufolge gingen derzeit in Deutschland zwischen 400 000 und einer Million Frauen dem Gewerbe nach. Die Frauen-Union fordert, dass Prostituierte mindestens 21 Jahre alt sein sollen und Meldepflicht sowie Pflichtuntersuchungen beim Gesundheitsamt wieder eingeführt werden. Polizei und Behörden sollen Bordelle und Sexclubs auch ohne konkreten Verdacht auf Straftaten kontrollieren dürfen. Sobald ein Grund zur Annahme besteht, dass Frauen Opfer von Menschenhandel geworden sind, solle ihnen eine sichere Unterkunft, materielle Unterstützung sowie Betreuung garantiert werden, sagte die stellvertretende Vorsitzende Barbara Lanzinger.

dpa

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