+
Angelika Niebler (CSU) mit dem Plakat gegen Zwangsprostitution

"Größter Puff in Europa"

Kampagne gegen Zwangsprostitution gestartet

München - Die Frauen-Union startet eine Kampagne gegen Zwangsprostitution. Der CSU-Frauenorganisation gehen die diskutierten Änderungen des Prostitutionsgesetzes nicht weit genug.

„Wir drohen zum größten Puff in Europa zu werden“, sagte die Vorsitzende Angelika Niebler am Freitag am Rande des CSU-Parteitags in München. „Es ist nicht eine kleine Randgruppe, die betroffen ist, sondern die Zwangsprostitution ist mitten in unserer Gesellschaft angekommen.“

Schätzungen zufolge gingen derzeit in Deutschland zwischen 400 000 und einer Million Frauen dem Gewerbe nach. Die Frauen-Union fordert, dass Prostituierte mindestens 21 Jahre alt sein sollen und Meldepflicht sowie Pflichtuntersuchungen beim Gesundheitsamt wieder eingeführt werden. Polizei und Behörden sollen Bordelle und Sexclubs auch ohne konkreten Verdacht auf Straftaten kontrollieren dürfen. Sobald ein Grund zur Annahme besteht, dass Frauen Opfer von Menschenhandel geworden sind, solle ihnen eine sichere Unterkunft, materielle Unterstützung sowie Betreuung garantiert werden, sagte die stellvertretende Vorsitzende Barbara Lanzinger.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Brand in Wohnviertel ausgebrochen: Ein Toter in Schwandorf
Bei einem Feuer in einem Wohnviertel in Schwandorf in der Oberpfalz ist ein 80-Jähriger ums Leben gekommen.
Brand in Wohnviertel ausgebrochen: Ein Toter in Schwandorf
Seniorin stiehlt: 82-Jährige als Ladendiebin unterwegs
Eine 82-Jährige hat wegen Ladendiebstahls in Bamberg die Polizei auf den Plan gerufen.
Seniorin stiehlt: 82-Jährige als Ladendiebin unterwegs
Fußgänger wird von Auto erfasst und lebensgefährlich verletzt
Ein 37 Jahre alter Fußgänger ist in der Nacht zu Samstag bei Bad Kissingen von einem Auto erfasst und lebensgefährlich verletzt worden.
Fußgänger wird von Auto erfasst und lebensgefährlich verletzt
Umweltminister wollen Klarheit im Umgang mit dem Wolf
Die Umweltminister der Länder fordern vom Bund eine einheitliche Linie, wie künftig mit Problemwölfen umgegangen werden soll. Bei der Weidehaltung stärken die Minister …
Umweltminister wollen Klarheit im Umgang mit dem Wolf

Kommentare