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Von den beiden Frauen fehlt nach wie vor jede Spur.

Mutmaßlicher Doppelmörder schweigt

Die Rätselmorde von Gersthofen

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Gersthofen - In Gersthofen werden weiterhin zwei Frauen vermisst. Mittlerweile gilt als sicher, dass sie tot sind - doch von den Leichen der Opfer fehlt weiter jede Spur. Wer ist der Killer?

Stunden bevor Beate Neuber spurlos verschwand, zeigte sie ihren Freunden aus der Irish-Folk-Gruppe ihre neueste Anschaffung. Ein Funkmikro. Es hatte 800 Euro gekostet. Viel Geld, doch Beate Neuber (50), genannt Bea, Frontfrau und Akkordeon-Solistin (sie spielte ein 15.000 Euro teures Instrument), galt als sorgfältig und gut vorbereitet. Es sollte alles passen, auch die Technik. „Sie hatte sich das Mikro gekauft, damit sie sich auf der Bühne bewegen kann“, berichtet ein Bandkollege der tz. 

Es funktionierte prima an jenem Donnerstagabend, dem 8. Dezember, dem Probeabend für den Auftritt auf dem Christkindlmarkt am Samstag darauf. Um 20 Uhr verabschiedete man sich – und sah sich nie wieder: Bea und ihre Lebensgefährtin Elke Wieland (49) wurden ermordet. Es gibt einen Hauptverdächtigen (31), der in U-Haft sitzt. Die Leichen der Opfer wurden jedoch bislang nicht gefunden. Ein Mordfall voller Rätsel.

Was passierte etwa nach der Probe? Neuber, eine Könnerin auf dem Akkordeon, die bei einer Versicherung im Außen­dienst arbeitete, wollte in ihrem Peugeot-SUV heim nach Hirblingen, einem Ortsteil von Gersthofen. Am Auftrittsabend zwei Tage danach wartete dann ihre Band vergeblich auf sie. „Wir haben auf allen Kanälen probiert, sie zu erreichen“, so der Bandkollege. „WhatsApp, E-Mail, Telefon, Handy, sie hat nicht geantwortet.“ Die ganze Zeit während des Auftritts machten sich die fünf Männer der Gruppe Sorgen. „Bea war immer äußerst zuverlässig, es passte nicht zu ihr, dass sie einfach nicht kam und sich nicht meldete.“ Zumal sie immer gerne nach der Arbeit den weiten Weg von Gersthofen nach Neuburg/Donau auf sich nahm, um bei den Proben ja dabei zu sein. Als sonntags noch immer nichts von ihr zu hören war, alarmierte die Band die Polizei. Die Anzeige dürfte in etwa zeitgleich mit der einer Verwandten eingegangen sein.

Die Kripo hegt inzwischen keinen Zweifel – Neuber und Wieland wurden umgebracht. Die Sonderkommission sucht nach ihren Leichen. Es gebe aber weiter keine Spur der Opfer. Der SUV der Frauen wurde in der Nähe ihres Hauses zwischenzeitlich entdeckt. Zur Identität des mutmaßlichen Doppelmörders schwiegen die Ermittler, er ist Einheimischer und Deutscher. In welcher Beziehung er zu den Frauen steht, wurde nicht bekannt. Zu der Anschuldigung äußert er sich nicht. Im Umfeld der beiden vermissten Frauen herrscht Entsetzen.

mc

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