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Polizisten hatten am Donnerstag in Nürnberg mit einem Kran den Leichnam einer Frau aus der Pegnitz geborgen.

Polizei rätselt: Warum musste Studentin Maya sterben?

Nürnberg - Jetzt ist es traurige Gewissheit: Die vermisste Studentin Maya P. (26) ist tot, ihre Leiche trieb im Fluss. Die Polizei geht nicht von einem Verbrechen aus, rätselt aber über die Todesursache.

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Pegnitz-Leiche: DNA-Abgleich mit vermisster Studentin

Ein grüner Müllsack schimmert unter dem Gestrüpp am Pegnitz-Ufer in Nürnberg hervor. Als Polizeitaucher näher kommen, machen sie eine schreckliche Entdeckung: Unter dem Plastiksack finden sie den Leichnam der seit über einem Monat vermissten Studentin.

Maya war seit dem 10. Dezember verschwunden.

Die Insel Schütt zwischen Heilig-Geist-Spital und Prinzregentenufer: Hier ist Nürnberg noch, wie man es von Postkarten kennt – und hier verlor sich am 10. Dezember auch Mayas Spur. Die Obduktion im Erlanger Institut für Rechtsmedizin brachte gestern die traurige Gewissheit: „Ein DNA-Abgleich ergab, dass es sich bei der Toten um die vermisste Maya P. handelt“, teilte Polizeisprecherin Simone Wiesenberg mit. Nach den bisherigen Untersuchungen gehe die Kripo Schwabach davon aus, dass die Kunststudentin ertrunken ist.

Ihr Körper lag bereits sehr lange in dem eiskalten Wasser. Nach der Bergung war zunächst nicht einmal das Geschlecht der Leiche feststellbar. Dafür mussten die Rechtsmediziner in einem Zelt am Fundort erst noch die dunkle Kleidung entfernen. Maya trug den dunkelgrünen Pullover, den ihre engste Freundin Sarah (26) auf ihrer Suchseite im Internet beschrieben hatte. Wochenlang hatte die Freundin in der Innenstadt Plakate mit dem Foto Mayas und ihrer Beschreibung verteilt. Wenige Stunden bevor Maya gefunden wurde, war sie mit Kamerateams noch einmal ihren mutmaßlich letzten Weg abgegangen. Dabei sagte sie: „Ich gebe sie nicht auf. Ich hoffe einfach, dass sie irgendwie gefunden wird.“

Diese Hoffnung erfüllte sich nicht. Doch was ist mit Maya an jenem 10. Dezember bei einsetzender Dämmerung passiert? Polizeisprecherin Simone Wiesenberg: „Hinweise auf Fremdverschulden haben sich bisher nicht ergeben.“ Dennoch ging die Spurensicherung zwischen Spitalbrücke und Hohem Steg auf der Insel Schütt weiter. Immer wieder ließ sich ein Polizeitaucher ins trübe Wasser gleiten und tastete den schlammigen Grund der Pegnitz ab. Denn noch immer ist Mayas Umhängetasche mit zweifarbigen Siebdruckmotiven verschwunden.

„Die Spurensicherung am Fundort wird uns noch die nächsten Tage beschäftigen“, bestätigte ein Beamter. Selbst wenn ein Fremdverschulden bisher ausgeschlossen wird, ermittelt die Kripo weiter in alle Richtungen: „Vorrangig wird geprüft, ob ein Unfall oder ein Suizid vorliegt.“ Beide Theorien scheinen den Freunden von Maya nicht schlüssig: Ein Holzgeländer trennt den Weg von der dicht bewachsenen Fluss-Böschung. Das Wasser steht an dieser Stelle maximal 1,50 Meter hoch – bestimmt kein Ort, den sich ein Lebensmüder aussuchen würde. Zudem beschäftigt die Ermittler, wie die Plastiktüte auf den Kopf der Leiche kam. Der Fall bleibt daher bis auf weiteres ein Rätsel.

mm

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